· 

Für die ersten zwei Jahre mit Kind: Meine persönliche Musste-Haben- und Kannste-Lassen-Liste

Heute mal so ein richtiger Muddi-Artikel. Völlig uninteressant für Nicht-Eltern, völlig unpolitisch, ohne gesellschaftliche Fragen – es geht einfach nur um Produkte.

 

Da ich Freunden, die Kinder kriegen, immer mal wieder empfehle, was sie kaufen und was sie sein lassen können, dachte ich mir: Das erzähle ich euch auch mal.

 

Ich habe hier NICHT die Basics erwähnt. Klar, ein Kind braucht Klamotten, die zur Jahreszeit passen (und ständig neue), einen Autositz, einen Wickeltisch, ein Bettchen, ein Babyfon, eine Trage, einen Kinderwagen und später einen Buggy. Sobald es sitzen kann, gehört natürlich auch ein Hochstuhl ins Haus. Diese Dinge findet ihr hier nicht, da müsst ihr in anderen Blogs schauen. Ich kümmere mich in dieser Liste eher um die „Extras“, bei denen man denkt: Brauch ich das eigentlich wirklich? Lohnt sich das?
Sind auch nette Geschenkideen zur Geburt dabei.

 

Übrigens: Ich bekomme von keiner Firma Geld dafür, dass ich hier irgendeine Empfehlung ausspreche. Ich habe alles selbst gekauft – inklusive der Fehlkäufe – und berichte hier nur von meinen Erfahrungen. Die Liste wird ab und zu erweitert, also gern ab und zu mal wieder reingucken.

 

MUSSTE HABEN!

 

Sterntaler Babysöckchen

 

Nicht günstig, aber die besten. Während tausende andere Söckchen ständig abfallen, halten die Sterntaler wirklich super am Fuß. Gut investiertes Geld für Babys!

 

VAVA-Leuchte-Ei

 

Unser VAVA-Ei ist seit zwei Jahren ein treuer Begleiter. Beim nächtlichen Stillen, bei der Schnullersuche, als Leselicht beim Einschlafritual, als Nachtlicht – die ewig lange Akkulaufzeit (laut Hersteller 200 Stunden bei dunkelster bzw. 6 Stunden bei hellster Einstellung, gefühlt noch länger) macht alles mit.

 

Lernturm

 

Eine Anschaffung für größere Kinder, bei uns klappte es ab 18 Monaten schon echt gut, dass er selbstständig rauf- und runterkletterte. So kann das Kind zum Beispiel beim Schnibbeln und Kochen zugucken und die Aufforderung „ARM!“ lässt sich mit „Kletter doch auf dein Türmchen!“ beantworten. Im Internet gibt es Ikea-Hack-Anleitungen, wie man selbst einen baut, meine handwerklich begabte Schwiegermutter hat uns ein selbstgemachtes Modell geschenkt. Vor dem 1. Geburtstag braucht das Ding aber nicht aufgestellt werden.
Anleitungen gibt es beispielsweise hier oder hier oder hier.

 

Baby Björn Wippe

 

Unser Sohn hat schnell gecheckt, wie er mit einem kräftigen Beinschwung die Wippe selbst schaukeln kann und hatte eine Menge Spaß. Das Ding stand überall, als er noch ganz klein war. Im Bad beim Duschen, in der Küche beim Kochen, auf dem Tisch beim Essen. Tatsächlich haben wir erst nach etwa 6 Monaten einen Hochstuhl angeschafft und nie einen Newborn-Aufsatz gehabt; er hat das Stühlchen erst genutzt, als er halbwegs sitzen konnte. Wer genug Platz auf dem Tisch hat, kann einfach die Wippe draufstellen. Bei kleinen Esstischen könnte es allerdings eng werden. Übrigens: Wir haben die Wippe supergünstig bei eBay Kleinanzeigen gefunden. Wird ständig verkauft und der Bezug ist waschbar, also, Second Hand lohnt sich!

 

Baby Björn Lätzchen

 

Ich LIEBE diese Dinger. Beim Essen (vor allem beim Essen lernen) fällt eine Menge runter – und mit diesen Wunderdingern landet zumindest ein Teil davon im Lätzchen. Seit unser Sohn mit einem eigenen Löffel isst, futtert er die Reste auch direkt aus der Auffangtasche. Nach dem Essen kurz abwischen, alle paar Tage in die Spülmaschine, fertig. So genial, dass alle frisch gebackenen Eltern im Freundeskreis zur Geburt eins bekommen.

 

Brei-Kochbuch

 

Eigentlich findet man alles im Internet. Ich mag es trotzdem, Kochbücher zu haben. Ich hab mir glaube ich vier Babybrei-Kochbücher besorgt – am meisten überzeugt hat mich das günstigste: „Kochen für Babys: Gesundes Essen einfach selbst machen“ kostet nur 5 Euro und bietet alles, was man wissen muss. Schnell kapiert man, wie man die Rezepte selbst variieren kann und kann so auch eigene Ideen entwickeln. Mega. Mehr braucht man nicht.

 

Philips Avent Aufbewahrungsbecher

 

Perfekte Aufbewahrung für selbstgemachten Brei, stapelbar, können in die Spülmaschine, in die Mikrowelle, in den Flaschenwärmer, halten gut dicht, fassen auch größere Portionen, ich hab nix zu meckern. War bei uns in der Breizeit im Dauereinsatz. Die Becher können auch später noch für kleine Snacks (Dinkelbrezeln, Äpfel, Beeren) genutzt werden.

 

Oball Classic

 

Greifen, von einer Hand in die andere wechseln, Farben gucken, rollen – das kunterbunte Ding war das erste Spielzeug, was bei uns gezündet hat. Nicht umsonst ein Klassiker. Und es wird auch nach 2 Jahren noch ab und an rausgekramt. Diverse Varianten mit Rasseln und Pipapo sind auch cool, aber der Klassiker ist für die Minis völlig ausreichend.

 

Spielebogen

 

Für die Kleinen ein Feuerwerk an Eindrücken. Ein Glöckchen anstupsen, Ringe hin und her schieben, kleine Tiere schaukeln lassen, das macht Spaß. Neben dem Oball unser Spielzeug-Favorit in den ersten Monaten.

 

Stapelwürfel

 

Auch so ein Spielzeug, das hier sehr intensiv und sehr lange bespielt wird und wurde. Für alle kleinen Turmbauer ein echtes Highlight.

 

Ein zweiter Hochstuhl

 

Klar, irgendwann muss ein Stühlchen her. Wir haben am Esstisch den TrippTrapp stehen. Eine gute Idee war ein Zweitstuhl: Der günstige Ikea-Hochstuhl steht bei uns immer noch im Bad, damit der Lütte Bücher anschauen kann, während ich unter der Dusche stehe. Super, seit die Wippe zu klein ist. Zudem nutzen wir den Stuhl draußen, auf Reisen und für Gäste-Kinder. Inklusive Tablett kostet das Ding nur 17 Euro.

 

Der Ikea-Affe

 

Unser Sohn hatte lange kein Interesse an Stofftieren. Doch in den Affen hat er sich verknallt. Wir haben inzwischen zwei. Einen für Zuhause, einen für die Krippe. Nicht unbedingt das schönste Stofftier, aber ich kenne mehrere Kinder, die diesen Affen heiß und innig lieben.

 

Buch: WOW MOM – Der Mama-Mutmacher

 

Meine Bibel für das erste Babyjahr. So wunderbar ehrlich geschrieben, dass es viel Druck nimmt und die ganze Bandbreite an Emotionen zeigt, von Euphorie bis Wut, von Sorgen bis zum ganz großen Glück.

 

Fahrradsitz

 

Wenn das Kind nicht mehr ständig einpennt und richtig stabil sitzen kann, machen Radtouren als Familie echt Spaß. Ein Fahrradsitz lohnt sich also auf jeden Fall! Wir haben den Hamax Caress Fahrradsitz, Testsieger, da kann man nicht viel verkehrt machen. Dazu haben wir zwei Befestigungshalterungen besorgt, sodass wir den Sitz fix von einem Rad aufs andere wechseln können.

 

Bücher ohne Ende

 

Unser Kleiner LIEBT Bücher. Davon kann man wirklich nie genug haben. Was hier super ankommt: Fotobücher! So kann man Namen von Familienmitgliedern lernen und Erinnerungen wecken.

 

Alltagsgegenstände

 

Es lässt sich nicht leugnen: Statt mit fancy Spielzeug spielt unser Sohn oft mit unseren Töpfen, wabbeligen Silikon-Muffinförmchen, einer alten Pfanne, die im Sandkasten gelandet ist, einem Wäschekorb, etc. Statt ständig teures Kinderspielzeug zu kaufen, beschäftigt die Kids einfach mit den Dingen, die ihr sowieso schon habt. Spart Geld!

 

Bobbycar oder Pukylino

 

Irgendeinen fahrbaren Untersatz brauch ein Kind, wenn es größer wird. Ein tolles Geschenk zum ersten Geburtstag! Ich empfehle zum Bobbycar die Flüsterräder – so bleiben die Nachbarn Freunde und das Parkett geht nicht kaputt.

 

KANNSTE LASSEN

 

Stofflätzchen

 

Nach jedem Essen ist ein Lätzchen versaut. Und Brei-Babys essen rund 5x pro Tag. 5 Lätzchen pro Tag waschen? Das macht keinen Sinn. Setzt auf abwischbare Stoffe / Materialien. Am besten auf die Baby Björn Lätzchen, siehe oben. Aber auch bei dm und Rossmann gibt es abwischbare Modelle, die nur alle paar Tage mit in die Wäsche müssen.

 

Blasse, stylische Beißringe im skandinavischen Design

 

Sowas kaufen sich junge Eltern, weil es unglaublich hübsch aussieht. Aber Kinder mögen leider keine entsättigten Mint- und Grau-Töne. Zumindest bei uns lagen stylisch-minimalistisch-skandinavische Spielzeuge nur in der Ecke.

 

Krabbelrolle

 

Wir hatten die Krabbelrolle von Sophie La Giraffe. Hat bei uns überhaupt nichts gebracht. Der Kleine hat ab und an damit gespielt, aber das Krabbeln hat die Rolle definitiv nicht gefördert. Kommt irgendwann von allein. Für mich eher ein Fehlkauf.

 

Lauflernwagen

 

Wir hatten nie einen und haben ihn auch nie vermisst. Als unser Sohn begann, ein paar Schritte zu gehen, hat er selbst diverse Hilfsmittel gefunden, die er durch die Gegend schieben konnte: Wäschekörbe, Pappkartons, Hocker. Filzgleiter drunter und los geht‘s!

 

Badewannensitz

 

Angeblich sei es viel komfortabler, ein Baby in diese „Hängematte“ zu legen und zu baden. Hat bei uns überhaupt nicht geklappt. Kompletter Fehlkauf!

 

Babybay

 

Die halboffenen Beistellbetten sind schnell zu klein und echt teuer. Wir haben auf den Tipp unserer Hebamme gehört und das „große“ Kinderbett, das inzwischen im Kinderzimmer steht, mit nur einer montierten Gitterseite direkt an unser Bett gestellt. Höhe anpassen (im Zweifel selbst Löcher bohren), fertig. Hat super geklappt. Für tagsüber hatten wir eine günstige Version des Babybays, das fillikid Beistellbett. Bei uns wurde es aber nur ganz am Anfang als Beistellbett direkt am Bett genutzt, danach als Stubenwagen und Tages-Schlaf-Gelegenheit.

 

Mini-Rucksäcke für die ganz kleinen Krippenkinder

 

Mal ehrlich, gibt es wirklich Kinder, die diese kleinen, niedlichen Rucksäcke nutzen? Unser Sohn kapiert nicht so recht, was das soll und ihn stört es, wenn er etwas auf dem Rücken hat. Zudem ist so wenig Platz darin, dass wir Wechselklamotten und alles, was man für die Krippe so braucht, sowieso in einem Beutel transportieren. Fast jedes Kind bekommt einen Rucksack zum ersten Geburtstag geschenkt, aber ich glaube, dieser wird erst später (nach dem 2. Geburtstag) spannend für die Kinder. Kann man wegpacken und später wieder rausholen. Immerhin.

 

Dampfgar- und Pürier-Babynahrungszubereiter

 

Ich dachte, dass es doch total praktisch ist, mit dem Philips Avent 2-in-1 Babynahrungszubereiter erst die Zutaten ganz gesund im Dampfgarer zuzubereiten und dann direkt im Gerät zu pürieren. Problem: viiiiel zu wenig Platz, viel zu umständlich, jede Mahlzeit einzeln zuzubereiten und danach das ganze Ding sauber machen zu müssen. Und dann verbrennt man sich auch noch ständig. Ich habe Breimahlzeiten einmal wöchentlich in großen Töpfen und Mengen zubereitet, mit einem ganz normalen Pürierstab püriert, eingefroren und dann entsprechend aufgetaut und aufgewärmt. Das Gerät lag nach drei Benutzungen im Schrank. Also falls jemand Interesse hat...

 

 

Ihr habt noch mehr Musste-Haben- oder Kannste-Lassen-Tipps? Dann ab in die Kommentare damit! Davon profitieren wir alle.

Der Beitrag enthält Amazon-Affiliate-Links. Falls ihr darüber Produkte einkauft, erhalte ich eine ganz kleine Beteiligung. Da ich mit meinem Blog sonst kein Geld verdiene, ist das eine kleine Entschädigung für meine Arbeit. Danke! :)

Kommentar schreiben

Kommentare: 0