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Kein Wein, viel weinen: 5 Gründe, wieso eine Schwangerschaft manchmal echt nervt

Wenn ein neues Leben im Bauch einer Frau wächst, ist das immer wieder ein kleines Wunder. Kinder machen die Welt schöner, bunter, reicher. Als ich meine Schwangerschaft verkündete, strahlten alle, mir wurde gratuliert, ich wurde umarmt, ständig bekomme ich Herzen und Gifs von meinen Freundinnen geschickt. Alle lieben es, dass ich schwanger bin.

Schwangerschaft wird sofort mit tollen, runden Bäuchen, dem einzigartigen „Glow“ und viel Glück und Liebe in Verbindung gebracht. Doch ich möchte in diesem Text ehrlich zu euch sein und euch von den Schattenseiten erzählen, die ich in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft kennen gelernt habe.

In Büchern, im Netz und im Alltag erfährt man davon nämlich viel zu wenig. So entwickelt sich schnell ein schlechtes Gewissen, ein Ich-bin-falsch-Gefühl. Alle erwarten, dass eine Schwangere überglücklich ist, vielleicht etwas müde, und dann ist da diese Übelkeit morgens, hihihi. Dass es einem tagelang so beschissen geht, dass man die gesamte Schwangerschaft infrage stellt, dass man ständig heult und die Beziehung schon nach wenigen Wochen auf die Probe gestellt wird, dass diese „Morgenübelkeit“ den ganzen Tag anhält, davon erzählt einem keiner etwas. Aber der Reihe nach.

1. Die klassischen Wehwehchen

Mir war bis Woche 8 überhaupt nicht schlecht. Doch dann ging es los. Wenn ich zu wenig esse. Wenn ich zuviel esse. Wenn ich bestimmte Gerüche wahrnehme. Airwaves-Kaugummis beispielsweise bringen mit fast zum Würgen – obwohl ich vor der Schwangerschaft selbst ein Airwaves-Junkie war. Es ist echt beschissen. Ich habe mich bis heute noch nicht ein einziges Mal übergeben, laufe aber seit 5 Wochen rum, als wäre ich dauerverkatert. Nicht nur morgens, da ist es meistens sogar besser. Meine „Morgenübelkeit“ verteilt sich auf den ganzen Tag. Es geht ja noch viel schlimmer, manche Frauen müssen sich den ganzen Tag über immer und immer und immer wieder übergeben. So oft, dass die Kilos nur so purzeln. Ich will gar nicht drüber nachdenken.

Dann diese Müdigkeit. Manchmal überkommt sie einen so irre plötzlich, dass man in der Bahn oder – schlimmer noch – im Auto kaum mehr die Augen offen halten kann.

2. Die nicht-so-klassischen Wehwehchen

Ich habe oft Zitter-Anfälle (im Winter schwanger werden ist gemein!), so heftig, dass meine Zähne klappern und sich mein ganzer Körper gar nicht mehr beruhigen kann.

Andere Frauen bekommen tolle Haut, ich bekomme im Gesicht und an den Oberarmen ziemlich viele Pickel. Im Gesicht sitzen natürlich auch die fiesen, dicken. Sogar ein kleines Exzem hat sich entwickelt. Für den „Glow“ ist höchstens die dicke Schicht Make-up auf meiner Haut zuständig.

3. Essen & Trinken

Die Einschränkungen in Sachen Essen und Trinken sind doch heftiger als erwartet. Ich gehe normalerweise gern und oft essen, das hat sich mit der Schwangerschaft geändert. Ist der Frischkäse pasteurisiert? Ist Alkohol im Dessert? Ist das Fleisch ganz durch? Ist der Ziegenkäse auf dem Flammkuchen auch mitgebacken? Ist der Salat wirklich gut gewaschen? Ist der Käse aus Rohmilch hergestellt? Wurde mit dem Messer für das vegetarische Sushi auch der rohe Fisch geschnitten? Und für mich bitte nur eine Rhabarbersaftschorle dazu, danke. Cola light? Lieber nicht, Süßstoffe erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Frühgeburt. Und schwarzen Tee bitte nur maximal zwei bis drei Tassen pro Tag. Viele Chai-Tees erhalten übrigens auch schwarzen Tee. Die ganzen leckeren alkoholischen Getränke sind selbstverständlich auch gestrichen. Es. Nervt. So. Sehr. Wann darf ich endlich wieder essen und trinken, was ich will?

4. Die Heimlichtuerei

Ich muss Cortison nehmen. Ich versuche im Januar mal weniger zu trinken. Ich... äh... hab gestern so viel getrunken, dass ich heute noch nichts runterkriege. Oder: Ich hab’s am Magen und muss heute Abend leider zuhause bleiben. Diese ganzen Ausreden sind zwei Wochen lang witzig – danach beginnen sie einfach nur noch zu nerven. Ich habe meinen guten Freunden deshalb relativ früh von meiner Schwangerschaft erzählt, schon vor den berühmten 12 Wochen. Gewissen Kollegen und Bekannten allerdings wollten wir es eben doch erst nach der „Frist“ mitteilen. Und bis dahin heißt es: rausreden. Oder zu Hause hocken und mit seinem Schicksal hadern, während die anderen Wein trinken und sich ein schönes Leben machen. Ich habe es als riesige Erleichterung empfunden, endlich mit offenen Karten zu spielen.

5. Die Hormone

Ich sag es euch, Hormone sind die Pest. Ich breche ständig in Tränen aus. Raste wegen Lapalien aus. Stelle alles infrage. Und in den schlimmsten vier Tagen hatte ich wohl Anflüge einer Schwangerschaftsdepression. Die haben – wie ich dann gelesen habe – rund 10% aller Schwangeren. Das ist gar nicht mal so wenig. Und wirklich überhaupt nicht lustig. Die Freude aufs Kind ist weg. Ich wollte das alles nicht mehr. Den Bauch, der irgendwann kommt, die Einschränkungen, die Last, die Müdigkeit, die Arzttermine. Die körperlichen Veränderungen nerven nur noch, ich wollte mein altes Leben zurück. Reisen, trinken, Sport machen, Zweisamkeit genießen, auch mal verantwortungslos leben. Ich hatte das Gefühl, dass alles, was Freude macht, mit dieser Schwangerschaft beendet sei. Bei einer Freundin von mir, bei der die Phase nicht so schnell vorbei war, ging es so weit, dass es ihr zweitweise egal war, ob sie noch lebt oder nicht. Das sagt dir vorher niemand. Und doch hat wahrscheinlich jede werdende Mutter zumindest Tage, in denen sie so viele Sorgen und Unsicherheiten mit sich rumschleppt, dass sie sich einfach nicht mehr freuen kann. Das gehört scheinbar dazu. Können wir darüber bitte alle offener darüber reden?

Später werden Beschwerden wie Sodbrennen, schlechter Schlaf und Spannungsschmerzen dazukommen, habe ich gehört. Und dann die Geburt – dass da auch noch einiges schief gehen kann, blende ich bisher noch aus...

 

Wieso schreibe ich diesen Text? Nach „Regretting Motherhood“ nun „Regretting Pregnancy“? Im Gegenteil. Ich würde trotz allem wieder schwanger werden, wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte. Nach drei Monaten geht es auch deutlich aufwärts. Es geht mir nur darum, ehrlicher zu sein. Damit sich schwangere Frauen nicht schuldig fühlen, wenn sie ihre Schwangerschaft infrage stellen. Man ist plötzlich fremdbestimmt, schlapp, die Leistungsfähigkeit nimmt ab, viele Reisen sind nicht mehr möglich. Ein winziges Etwas, das am Anfang nicht mehr als ein Zellhaufen ist, übernimmt die Kontrolle über den Körper, die Psyche und das Leben. Das macht nicht immer Spaß. Das ist nicht immer das pure Glück. Manchmal stürzt es Frauen sogar in Depressionen. Darüber dürfen wir sprechen. Das gehört dazu. Lasst euch nicht unterkriegen, ihr (werdenden) Kugelbäuche. Wir kriegen das schon alle hin.

Kommentare: 107
  • #107

    Susi (Montag, 15 März 2021 13:32)

    Toller Text danke

  • #106

    Steffi (Samstag, 13 März 2021 17:59)

    Wow, danke für den tollen Text und die ehrlichen Worte! Bin grad schwanger mit Kind nr. 2 und du sprichst mir aus der Seele. Bin nun in der 10. Woche und seit 4 Wochen ist mir einfach konstant schlecht. Ich kann eigentlich nur im Bett liegen und mein Kreislauf ist im Keller. Ich weiß natürlich dass es irgendwann vorbei geht aber grad ist es die Hölle!!

  • #105

    MM (Montag, 01 März 2021 18:07)

    Danke!Der Text und die Kommentare haben mir geholfen.

  • #104

    Chrissi Chiroptera (Dienstag, 02 Februar 2021 21:33)

    Danke für den Artikel und die Kommentare, da fühlt man sich gleich weniger allein. Ein absolutes Wunschkind im Bauch, nur dass sich dieser wie eine verdammte Baustelle anfühlt... Organe werden angebohrt oder verschoben, es zieht, es krampft. Heute den halben Tag geheult, mit zwei Tafeln Ritter Sport getröstet. Weintrinken geht nicht und Joggen auch nicht, weil ich nach zwei Sekunden keine Luft mehr kriege. Es ist Pandemie, es ist kalt, es ist beschissen. Schwanger sein ist verdammt noch mal nicht immer schön!

  • #103

    Corinna (Samstag, 30 Januar 2021 18:22)

    Danke für deinen ehrlichen, aufbauenden Text. Bin sehr dankbar!

  • #102

    Mimi (Montag, 18 Januar 2021 12:58)

    Vielen Dank für den aufbauenden Text.❤️Ich mache das ganze nun schon zum 8 x durch und freue mich sehr aufs Baby.Bin gerade kurz vor der 8 ssw und habe heute einen extremen mentalbrakedown stelle alles in Frage und bin nur am heulen.
    Ich weis es gehört dazu und warme kuschelsocken,Schokolade und Gummibärchen helfen mir heute durch den Tag.Aber zu hören das ich nicht mehr alleine bin mit diesen Gefühlen die einen wie eine Dampfwalze überrollen tut irgendwie so gut.�

    Ich weis alles wird wieder gut und an alle werdenden kugelbäuche da draußen...Ihr schafft das❣️

  • #101

    Eva (Samstag, 09 Januar 2021 16:30)

    Mega guter Text, danke dafür, mir geht es oft genau so und ich finde wahrscheinlich etlichen Mädels auch, nur es redet keiner drüber.....großer Fehler......ich würde mich freuen, wenn wir uns mal näher austauschen können.
    Gibt es eine Möglichkeit?!

  • #100

    Emma (Montag, 28 Dezember 2020 23:57)

    Meine Tochter ist nun fast 4 Monate alt und ich kann mir kein unkompliziertes, lieberes, glücklicheres Baby vorstellen. Ich liebe sie so sehr, dass ich kaum damit klar komme und zwar aus dem Grund weil ich jede Minute meiner Schwangerschaft so bitterlich gehasst habe und ich deshalb ein so furchtbar schlechtes Gewissen habe!! Es frisst mich auf! Mir ging es körperlich halbwegs ok, mit Übelkeit, Muskelkrämpfen, Verstopfung usw hat es mich ‚normal’ schlimm erwischt würde ich sagen. Ab der 18. Woche schon, hatte ich sehr starke Übungswehen, die mich fertig gemacht haben, teilweise tagelang fast durchgehend. Aber psychisch war das Ganze für mich kaum zu ertragen. Ich war so so so furchtbar wütend schwanger sein zu müssen. Mich hat eine richtige Schwangerschaftsdepresion überrollt und ich habe vieles falsch gemacht. Ich habe nicht auf alles verzichtet was für Schwangere tabu ist. Ich war so trotzig und stinksauer, ich konnte nicht klar denken und hab vieles nicht ernst genommen. Ich konnte mir nicht vorstellen dieses Kind richtig zu lieben und gleichzeitig irgendwie doch. Wahnsinn, in was für einem völligen Gefühlschaos ich mich befand, ganz ganz schlimm.
    Ich habe Wände gestrichen, Möbel lackiert und somit Dämpfe eingeatmet, ich habe Haare gefärbt (ab dem 6 Monat wieder), ich hab Kosmetik verwendet ohne die Inhaltsstoffe zu checken, ich habe in dem letzen 2 Monaten gelegentlich Nasenspray verwendet obwohl ich wusste, dass man es nicht sollte, ich habe über die Schwangerschaft verteilt ein paar mal ein kleines Glas Wein getrunken(in den ersten 5 Wochen waren es mehr), ich habe zu wenig und zu unausgewogen gegessen um ja nicht zu viel zu zu nehmen... ich habe mich verhalten als wäre ich völlig ignorant, unintelligent, asozial... und ich kann rückblickend nicht ansatzweise verstehen was mit mir los war.... denn so bin ich nicht.
    Seit dem Moment in dem mich meine kleine Tochter das erste mal mit ihren dunklen großen Augen ansah, kämpfe ich mit meinem Gewissen! Ein eiskaltes Stechen durchfuhr meinen Körper, als ich begrifft, dass ich ihr vielleicht geschadet haben könnte. Es klingt sehr dramatisch, aber ich kann mich ganz genau an das Gefühl erinnern. Mir war tagelang nach der Geburt schlecht vor Angst. Ich habe wochenlang kaum geschlafen und saß nachts wach neben ihr und hab ihr besorgt, weinend und voller Reue beim schlafen zugesehen. Ich bereue es so wahnsinnig dieses kleine wunderbare Wesen nicht mit Liebe in meinem Körper willkommen geheißen zu haben und auf mich und dadurch auf sie, nicht besser aufgepasst zu haben.
    Ich würde sofort die Schwangerschaft noch mal durch machen, wenn ich dadurch die Chance bekommen würde es besser zu machen, es perfekt zu machen für mein kleines Mädchen:(
    Sie hat ein ungewöhnliches Aussehen, sie wirkt munter und gesund, entwickelt sich normal, aber hat sehr seltsame Gesichtszüge (die bei keinen anderen Familienmitgliedern zu finden sind) aus diesem Grund vergeht kaum eine Minute in der ich mich nicht frage, ob ich dafür verantwortlich bin. Ich kann diese besondere schöne Zeit gar nicht wirklich genießen, da ich nur noch besorgt bin. Ich weiß gar nicht wie ich die nächsten Monate und Jahre klar kommen soll (bis ich an ihrer Entwicklung endlich erkennen kann, dass alles in Ordnung ist).
    Es hat mir etwas Trost gegeben zu lesen, dass andere es auch sehr schwer hatten in ihren Schwangerschaften, vielleicht schafft es die eine oder andere von euch, sich ein kleines bisschen positiver zu stimmen, nach dem ihr meine Geschichte lest.

  • #99

    G if gvjk (Montag, 14 Dezember 2020 03:48)

    Vielen Dank, Priester Mutaba. Ich hätte nie gedacht, dass irgendetwas meinen Mann dazu bringen könnte, wieder zu mir als seine Frau zurückzukehren, nachdem er sich von mir getrennt und sich mit einer anderen Frau niedergelassen hatte, die nie wusste, wie wir beide gelitten haben und Gefühle miteinander teilen. Gott sei Dank hatte ich heute Glück Um diesen großartigen Zauberwirker auf einer Website zu sehen, nachdem er viele Zeugnisse und gute Arbeit gesehen hat, die er im Leben von Menschen geleistet hat, die ihnen geholfen haben, ihre Ex-Ehemänner und Ehefrauen dazu zu bringen, ihre Beziehung zu erneuern, war ich überzeugt und habe ihn kontaktiert und dies in nur 7 Tagen Nachdem der Zauber Kaste war, suchte mein geliebter Mann mich und jetzt sind wir wieder zusammen und er kümmert sich um mich und die kleinen Kinder als seine Verantwortung und Familie. Nochmals vielen Dank, wenn Sie seine Hilfe wünschen, senden Sie eine E-Mail an: Jacobman41 @ Outlook .com

  • #98

    Anna (Mittwoch, 09 Dezember 2020 21:39)

    P.S.: Noch was Gutes gefunden:
    http://abtreibungs-mythen.info/

  • #97

    Anna (Mittwoch, 09 Dezember 2020 21:24)

    Hallo
    Danke für den Text. Vielleicht liegt es daran, dass ich eine schlechte Sucherin bin im Netz aber ich finde wenig zu dem Thema unglücklich schwanger.
    Das, was es gibt geht viel in die Richtung - ich bin schwanger und unglücklich aber ich werde das Kind sicher lieben. Ich war zweimal sehr sehr glücklich schwanger und nun sind meine ersten Kinder schon raus aus der Grundschule. Jetzt bin ich das dritte Mal sehr sehr unglücklich schwanger. Ich konnte mit dem Thema irgendwie nicht abschließen und dachte es mir schön, mit meinem neuen Partner noch ein Kind zu bekommen. Aber jedes mal hat es mich umgehauen, so dass ich die Schwangerschaften abgebrochen habe. Auch dieses Mal bin ich wieder erschlagen von Angst, Wut, Ohnmacht und Panik. So ist das. Sicher werden viele Menschen jetzt reflexhaft giften, dass ich dann ja besser hätte verhüten können oder oder oder... Um mir viel Geschreibe zu sparen : Ja! Ihr habt alle recht. Immer.
    Ich liebe meine Kinder, ich liebe aber auch mich und mein Leben und wenn ich jetzt mit 40 und wenig Geld und wenig Sicherheit und zu kleiner Wohnung in einer zu teuren Stadt mit einem zu mürben Körper ein weiteres Kind bekomme, macht mich das leider fertig statt glücklich. Ich liebe Babys, aber ich will kein eigenes mehr. Ich will die Erschöpfung nicht mehr, ich will den Freiheitsentzug nicht mehr, ich will nicht mehr, dass mein Körper mir jahrelang entgleitet, ich will den Kampf mit dem Partner um die letzten Ressourcen nicht mehr und ich will meine Ruhe mit meinen beiden Schätzen, für die ich hart gekämpft habe. Ich weiß nicht mal, ob ich meinen Partner in zwei Jahren noch will. Ich will meine Ruhe und kein schlechtes Gewissen von der Muttifront. Ich will meinen Frieden mit mir machen und keine Propaganda von schwerwiegenden Folgen einer Abtreibung lesen - ich sage es aus eigener Erfahrung - das ist Einstellungssache. So wie das Verhältnis zur Schwangerschaft auch. Sicher könnte man aus mir mit viel Geduld und Geschick noch eine passable Drittmutter kneten, aber ich will es einfach nicht. Ich will kein Geschöpf aus Märtyrertum und transformiertem Schuldgefühl sein. Ich lasse es einfach bleiben. Ich möchte mit diesen klaren Worten Mut machen. Jede Entscheidung ist respektabel. Ich schreibe gerne an anderer Stelle über das Glück im Unglück abgetrieben zu haben, falls Interesse daran besteht. Ich finde wie gesagt kaum Blogs o.ä. wo Frauen von Mitstreiterinnen begleitet werden, die sich für eine Abtreibung entschieden haben. Hier muss keine eine Schwangerschaft austragen, die sie unglücklich macht. Und wenn es doch passiert, kann ein Kind auch zur Adoption freigegeben werden. Ja, auch das ist möglich. Liebe Grüße.

  • #96

    Tina (Montag, 07 Dezember 2020 17:39)

    Ich kann mich dir und allen Mädels nur anschließen.
    Bei mir ist es die zweite Schwangerschaft und im Vergleich zu meiner ersten ist das hier kein Zuckerschlecken.
    Mein großer ist gerade mal ein jahr und bei ihm lief alles spitze. Ich hatte nur immer hunger.
    Jetzt geht es mir gebau so wie beschrieben, ich stehe sogar nachts auf, um mir irgendetwas in die Figur zu schieben, Hauptsache dieses wiederliche schlecht Gefühl geht weg und ich kann wieder schlafen.
    Mal ne Minute ausruhen geht dann auch nicht, weil der große(kleine) dauernd was will und ich werd dann schon echt knatschig, was mir au super leid tut, aber ich kann manchmal net anders, vorallem wenn er beschließt keinen mittagsschlaf zu machen.
    Da würde man sich am liebsten erhängen.
    Ich hoffe nur, dass es ab der 12 woche besser wird, das wünsche ich au allen anderen hier.
    Gerade ssw8, Übel gefühlt seit Eisprung.

    Viel Glück und Kraft allen Mamis da draußen und bleibt gesund
    Tina

  • #95

    Nicole (Dienstag, 24 November 2020 19:29)

    Ich bin so froh diesen Beitrag gelesen zu haben. Ich bin ein psychisches wrack und befinde mich noch ganz am Anfang der Schwangerschaft. Es tut so gut zu wissen, dass ich nicht alleine bin. Vielen Dank dafür.
    Es ist wirklich schön zu wissen das es viele Frauen gibt denen es auch so geht, dass sie nur weinen und nicht schlafen können und denen ständig übel ist und das auch die Ängste nicht nur bei mir so stark ausgeprägt sind
    Danke auch für jeden einzelnen Kommentar hier

  • #94

    Maike (Donnerstag, 19 November 2020 16:35)

    DANKE
    Es hat so gut getan Artikel und Kommentare zu lesen, in der „wirklichen“ Welt fühle ich mich doch sehr alleine mit meinen schlechten Gefühlen (milde ausgedrückt) zur Schwangerschaft. Denn diese ist doch so magisch und ein Wunder, man sollte sie doch bitte genießen.

  • #93

    Peggy (Sonntag, 15 November 2020 11:54)

    Hallo zusammen,

    Ich befinde noch ganz am Anfang und bereits jetzt durchlebe ich die reinste emotionale Achterbahn. Diese ständigen ups and downs, das beginnende Sodbrennen, der Kreislauf etc. sind aktuell eine Wahnsinns Herausforderung. Mein Freund tut mir da schon sehr leid. Aber schließlich hat er ja auch seinen klitzekleinen Beitrag geleistet.
    Mit den körperlichen Veränderungen klar zu kommen ist das eine, aber die Psyche ist tatsächlich noch herausfordernder. Deswegen danke für den Beitrag. Dann hoffen wir für uns alle natürlich das Beste!!!

  • #92

    Marina (Samstag, 14 November 2020 23:46)

    Endlich mal jemand, der offen ist. Ich wusste, ich bin nicht alleine. Werde permanent wie ein Alien angestarrt, wenn ich von den Scheiß - Seiten der Schwangerschaft erzähle.
    Ab Woche 14 ging es bergauf, leider geht es aber ab Woche 36 wieder bergab. Hormone olé und ne Schwangerschaftsdiabetes ist zu den walähnlichen Ausmaßen und dieser unendlichen Abgrschlafebh der reinste Overkill. Trotz allem würde ich mich immer wieder für mein Mädchen und diese spannende Reise entscheiden.
    Alles Gute ihr Mamis da draußen!

  • #91

    Lola (Freitag, 13 November 2020 11:20)

    Ich danke für diesen tollen Beitrag! Und den ganzen tollen tapferen Frauen denen es genauso geht wie mir ... ich habe nun wieder ein wenig Hoffnung geschöpft und fühle mich nicht mehr so alleine. Danke ,danke ,danke liebe Grüße

  • #90

    Hardy (Montag, 09 November 2020 09:03)

    Du sprichst mir aus der Seele. Toll, dass es Mädels gibt, wie dich, die laut aussprechen, was man tief im Inneren fühlt. Es ist eine tolle, lebensverändernde Zeit, aber lange nicht rosarot.

  • #89

    Inga (Samstag, 07 November 2020 13:58)

    Danke auch von mir.
    Ich bin 40. geworden und habe nach einem neuen Auto, nach einem Haus gesucht und wollte mich beruflich verändern.
    Dann kam vor Wochen die Nachricht, dass ich in der 7. SSW bin...ich habe zwei Tage geweint. Ich weiß nicht ob der Mann überhaupt derjenige ist, mit dem ich diese Verantwortung übernehmen kann/will.
    Mir ist schlecht, ich übergebe mich ständig und habe keine Ahnung wie ich das alles werden soll.

  • #88

    Chrissy (Montag, 02 November 2020 20:44)

    Danke, danke, danke!
    Sitze hier total verheult und habe deswegen wieder einmal das gefühlt schlechteste Gewissen aller Zeiten...
    Bin in der 8. Ssw und vollkommen überfordert. Die Hebammensuche hat mich gerade wieder in einen hilflosen Heulkrampf inklusive eines bunten Potpurris aus Selbstzweifeln, Ängsten und Selbstvorwürfen gestürzt.
    Erst dieser Artikel und die vielen Kommentare haben mir wieder etwas Zuversicht gegeben. Es tut sehr gut zu wissen, dass ich mit alledem nicht alleine bin!

  • #87

    Angelsky (Montag, 02 November 2020 12:25)

    Hallo Vanessa,
    Es geht mir genau so. Habe auch Ziehen im Unterbauch, vor allem wenn ich Mal "lange" durch die Stadt gegangen bin und am schlimmste ist es diese Angst, dass was mit dem Kind nicht stimmt. Genau das habe ich auch.

    Kleiner Tipp: Versuch Mal, die Internet Recherche einzuschränken und nicht düstere Themen diesbezüglich zu lesen. Mir hilft es zB Babykleidung mir im Internet anzugucken.

    Aber die Angst übermannt mich trotzdem auch.....zugegeben

  • #86

    Vanessa (Montag, 02 November 2020 00:35)

    Ich kann es so nachvollziehen - bin jetzt in der 8ssw - hab ständig ein leichtes Ziehen im Leib durch Blähungen und Verstopfung, muss weinen und hab zwischen drin immer tierische Angst das was mit dem Kind nicht stimmen könnte weil jedes zweite Wort bei Google Fehlgeburt ist � was mich dann persönlich nur zum weinen bringt

  • #85

    Angelsky (Samstag, 31 Oktober 2020 17:56)

    Es geht mir genau so. Bin ebenfalls in der 7 SSW. Die Freude ist aber weg, stattdessen Sorgen, schlechter Schlaf und der Verlust meines sorglosen Lebens ist weg.

    Ich fühle mit euch, wer noch?

  • #84

    A. (Dienstag, 13 Oktober 2020 15:15)

    Ich bin grad in der 7.Woche, seit 2Tagen rege mich ständig über Unsinn auf und heule grundlos. Bin froh zu wissen, dass das nicht nur mir so geht.

    Danke an alle für die ehrlichen Worte

  • #83

    K. (Mittwoch, 07 Oktober 2020 13:16)

    Danke, mehr als der Beitrag selber, bauen die Kommentare darunter auf.

    Bin aktuell an dem Punkt, wo ich nicht weiss, ob ich eine Depression entwickel oder ob es einfach nur die Hormone an sich sind.
    Alles und jeder bringt mich zum weinen und selbst wenn ich im Recht bin, habe ich so starke Schuldgefühle, dass mir die Tränen nur so runter laufen.
    Und das alles soll sich, laut Studien, auf das angeborene auswirken.

    -Super, ich bin schuld daran, dass aus unserem Sohn höchstwahrscheinlich ein dicker impotenter Raucher wird.
    Jeeeeep, genug Internet für heute. -

    Ich habe die SS fast ohne Symptome erlebt.
    Jetzt, Ende des sechsten Monats dreht sich alles, jede Kleinigkeit stresst mich und ich stelle alles in Frage.

    Und der Partner kann es einfach nicht nachvollziehen, was in einem vorgeht...
    "Ja, dann lass dich doch nicht so stressen" - Ach ja, daran hätte ich nicht gedacht. Danke für den Vorschlag �

    Es ist wirklich wirklich beruhigend zu wissen, dass man damit nicht alleine dasteht.
    Ich gehe dann mal googlen, was "Bindungsanalyse" ist. �‍♀️

  • #82

    Mareike (Dienstag, 29 September 2020 11:14)

    Ich sitze hier und habe Tränen in den Augen (bestimmt auch den Teufeln genannt Hormonen geschuldet) und fühle mich endlich mal verstanden. Ich bin mit meinem 2. Kind schwanger. Mein erstes Kind bzw die SS hat mich fast an den Rand der Verzweiflung gebracht, die ersten Wochen waren der Horror und zusätzlich zur chronischen Migräne kamen Kreislaufbeschwerden hinzu und es tat einfach alles weh. Bei meiner jetzigen SS ist mir übel und ich verbringe mehr Zeit in der Nähe der Toilette als alles andere. Ich habe wahnsinnigen Hunger und Durst, aber kaum sehe, rieche oder schmecke ich etwas, könnte ich mich sofort übergeben. Hinzu kommen auch hier Kreislaufbeschwerden und Migräne. Meine Brüste tun so unglaublich weh, dass ich heulen könnte, wenn meine Kleine aus Versehen dran stößt. Ich kann nicht mehr auf dem Bauch liegen, ich kann nicht mehr auf der Seite liegen. Sobald ich die Augen aufmache, ist mir schlecht und ich muss erstmal abwarten, wohin der Weg mich führt, meist zur Toilette.
    Viele vergessen, dass Schmerzen oder Unwohlsein einen Menschen zermürben können. Ich kriege die Krise, wenn ich daran denke, was noch alles auf mich wartet, wie lang die Reise noch ist und ich will mein altes Leben zurück! Ich will wieder am Leben teilnehmen und nicht zerschlagen und voller Schmerzen auf dem Sofa vegetieren.
    Bereue ich diese SS? Nein! Ich genieße sie einfach nicht, ich hasse sie, aber ich weiß, dass sich diese Reise dennoch lohnen wird am Ende. Und ich finde, dass sich Mutter Natur doch ein bisschen besser Gedanken hätte machen sollen und man sich nicht fühlt, als wäre man nur noch ein Wirt, sondern so wie es eben ist, dass man Leben schenkt.
    Ich liebe mein erstes Kind von ganzem Herzen und auch wenn ich mir wünsche, nicht mehr leiden zu müssen und nicht mehr schwanger zu sein, werde ich auch mein zweites von ganzem Herzen lieben. Aber dennoch werde ich nicht, nur weil es viele von mir erwarten, tanzend und lachend durch die Welt laufen, weil meine SS ja ach so schön ist ....

  • #81

    K. (Mittwoch, 09 September 2020 09:07)

    Vielen Dank dafür! Alles was du schreibst kann ich zu 100 Prozent nachvollziehen, denn genauso hab ich mich auch gefühlt!

  • #80

    C. (Samstag, 05 September 2020 12:16)

    DANKE für diesen Artikel.

  • #79

    Martina (Montag, 31 August 2020 16:33)

    Wow Danke! Plötzlich fühle ich mich nicht mehr als Versagerin und schlechte Mutter.

    Ich bin in der 31. SSW und die zunehmenden Einschränkungen frustrieren mich mehr und mehr. Ich suche seit 8 Monaten ein Anti-alkoholisches Getränk, das wie Gin Tonic schmeckt - egal was mir versprochen wurde, ich wurde immer enttäuscht. Mittlerweile weiß ich gar nicht mehr, wie Gin Tonic wirklich schmeckt.

    Das Doppelkinn, das mir im Spiegel entgegen springt, wird von Tag zu Tag größer. Und die Augenringe vom Schlafmangel machen mich um viele Jahre älter. Der „Glow“ in meinem Gesicht kommt definitiv vom vielen Make up!

    Zum Glück hab ich so einen großen Bauch, dass mir niemand in die Augen sieht sondern direkt auf den Bauch starrt und natürlich sofort hin greift und fragt: sind da Zwillinge drin?
    NEIN, ich trage keine Zwillinge aus, ich bin einfach nur so fett geworden! Sieht man doch am Doppelkinn ihr Realitätsverweigerer.

    Sex habe ich schon lange keinen mehr, wundert mich auch nicht. Ich habe 20 Kg zugenommen, schlafe schon um 18 Uhr am Sofa ein, heule wegen jeder Kleinigkeit und zicke herum wie eine pubertäre Prinzessin. Nun ja, vielleicht liegt es auch an meinen Elefantenfüßen die, dank des heißen Sommers, sehr viel Wasser speichern und meine Sandalen wie Tattoos aussehen lassen.

    Nun ja, jetzt rückt das Thema Geburt immer näher und Dank Corona werde ich das wohl ganz alleine mit Arzt und Hebamme durchstehen müssen. Mein Freund, den ich dann eigentlich während der Geburt anschreien möchte, wird wohl vor dem Krankenhaus warten müssen. Was allerdings das kleinste Übel ist. Plötzlich erzählt mir jeder nur noch Horrorgeschichten von Dammrissen bis zur Harnröhre und von diversen Geburtstraumata, die man aber heutzutage eh bei der Nachbetreuung gut aufarbeiten kann.

    Ach und: warst du schon bei der „Bindungsanalyse“? Diese Therapie muss man nämlich machen um den Schaden, den das Baby durch meine unfähige Schwangerschaft erleidet, noch vor der Geburt zu heilen �‍♀️

    Ich könnte da jetzt noch weiter schreiben, aber, wir wollen ja nicht übertrieben.

    Alles in Allem liebe ich aber meinen Körper dafür, dass er mir meinen Sohn schenkt und ich hoffe wirklich sehr, dass er mir auch ohne Therapie verzeihen wird, dass ich manchmal die Milch abpumpen und ihn mit Papa alleine lassen werde, damit ich wieder mit Freundinnen Gin Tonic trinken darf :)


  • #78

    Jasmin (Freitag, 21 August 2020 20:27)

    Unglaublich! Auf 100 Foren und Plattformen unterwegs. Aber das erste Mal etwas im Internet gefunden wo ich sage "Ja genau so geht es mir auch". Danke dafür! 15Woche und genervt weil ich gerne eine oder zwei Flaschen Wein mit meiner Freundin trinken will und ganz laut zu Nsync singen.

  • #77

    Mon (Montag, 17 August 2020 14:52)

    Danke für deine Worte!

  • #76

    Julia (Dienstag, 11 August 2020 13:22)

    Danke für die ehrlichen Worte in dem Artikel. In Zeiten von Instagram hat man oft das Gefühl, dass man immer eine perfekte Schwangerschaft vorweisen muss und man sich immer gefälligst zu freuen hat. Ich bin in der 7. Woche und habe seit paar Tagen Schuldgefühle ohne Ende, da mir die Schwangerschaft im Moment mehr Angst als Freude bereitet. Ich hoffe dieses Gefühl von Überforderung legt sich mit der Zeit wieder, weil dieses Baby genau das ist was ich möchte.

  • #75

    Johanna (Donnerstag, 06 August 2020 23:04)

    Ich danke dir von ganzem Herzen für deinen offenen Text! Als werdende Mama in der 11. SSW. erlebe ich vieles was du / ihr beschreibt genau so und fühle mit euch. Auch wenn ich mich sehr auf unsere entstehende Familie freue gehört die Traurigkeit und Umgewöhnung dazu, und das alles ohne ein Glas Wein in der Hand. Passt alle gut auf euch auf, wir packen das - und wir können stolz auf uns sein!

  • #74

    Julia (Dienstag, 28 Juli 2020 16:34)

    Hey :)

    Ich bin durch Zufall auf deinen Artikel gestoßen. Vielen Dank für deine offenen Worte. Ich erkenne mich darin zu 100% wieder. Ich bin in der 13. Woche schwanger mit einem Wunschkind. Die letzten Wochen glichen jedoch eher einem Albtraum.
    Von Müdigkeit, über schlimme Übelkeit, einer ständig drückenden Blase, Zittern und Stimmungsschwankungen bis hin zu einer daraus resultierenden Depression, habe ich bereits alles (und das parallel) durch. Ich hoffe, es wird bald besser - wie alle sagen. Denn eigentlich dachte ich immer, ich könnte nicht glücklicher sein, als, wenn ich einmal schwanger bin. Dass es derzeit nicht so ist, lässt in mir das Gefühl von Schuld entstehen und natürlich zweifle ich auch an mir. Das sollte aber keine Frau tun, denn wir alle sind wunderbar und unsere Körper sind wahre Meisterwerke. Was wir alles schaffen - wie zum Beispiel ein Fulltime Job trotz aller körperlichen Einschränkungen - soll uns erstmal einer nachmachen!

    Fühlt euch gedrückt.

    Herzlichste Grüße
    Julia

  • #73

    Mama C. (Dienstag, 21 Juli 2020 08:41)

    Bin sehr berührt von den Beiträgen und denke an meine drei Schwangerschaften. Mit 22, 24, 39 Jahren. Es war, krass, und ich war mit so vielen Dingen überfordert, hatte keinen Austausch wie einen Blog etc. Heute bin ich 56 und werde in zwei Monaten Oma. Meine Tochter stönt und schleppt ihren Bauch herum, ich sehe sie und kann natürlich nicht helfen. Außer ihr sagen: Ja. Es ist schwer. Und ihr Mut machen, dass sie es schaffen wird. Ich würde gerne allen Mut machen, die hier schreiben. Tauscht euch aus und macht euch aber auch Mut. Vieles, was hier berichtet wird, kann auch mit Entzug zu tun , emotionaler Entzug vom "früheren Leben" Ich nenne es jetzt mal pauschal die "Saufen, Kiffen-Feiern - Zeit" Es gibt immer zwei Seiten der Medaille. Schreibt ein Schwangerschaftstagebuch. "Good days. Bad days" Gönnt euch was Gutes, nehmt euch Zeit für Euch und heult . Und holt euch vor allem Hilfe, wenn ihr nicht aus dem Elend rauskommt. Wenn es euch viele Tage schlecht geht, aus dem "Blues" eine Depression wird, dann lasst euch beraten von einem erfahrenen, ganzheitlichen Menschen. Das können gute Freunde sein, eine erfahrene Hebamme, eine Psychotherapeutin, was auch immer. Ihr werdet es schaffen aber sorgt gut für euch. Liebe Grüße von Mama C.

  • #72

    Resi (Montag, 20 Juli 2020 11:04)

    Danke für den Artikel und die vielen Einträge! Bin in der 9. Woche und es geht mir seit zwei Wochen richtig mies... Übelkeit, traurig, völlig antriebslos und müde :( Ich hab mich total "falsch" gefühlt, dass ich es nicht toll finde schwanger zu sein, bis ich hier gelesen habe, dass es mehr Frauen so geht. Ich hoffe so sehr, dass es im 2. Trimester besser wird.

  • #71

    Gini (Samstag, 11 Juli 2020 14:30)

    Endlich kann ich mal meine Gedanken teilen.
    Mir geht es genau so , toller Beitrag.
    Bin in der 8SSW und mir geht es grässlich. Ich weiß nicht ob ich mich freuen oder heulen soll.
    Bin 28 Jahre alt. Sofort Beschäftigungsverbot bekommen zwecks Gefahr am Arbeitsplatz.
    Sofort aufgehört mit dem rauchen und trinken . Und ich habe gerne geraucht nebenbei mein Wein getrunken und erzählt. Jetzt nichts mehr . Außer zu Hause und kämpfen mit der elendigen Übelkeit die sich oft über den ganzen Tag ausdehnt. Außerdem hab ich drei Hunde und ein Pferd .
    Spazieren gehen , haha alle 10 Minuten Pause da ich schlecht Luft bekomme( warum auch immer).
    Im Moment würde ich am liebsten den ganzen Tag im Bett liegen.
    Ich hoffe irgendwann kommt noch das Gefühl der Freude.
    Aber im Moment hab ich einfach nur das Gefühl das alles Schöne im Leben und das was Spaß macht zu Ende ist .

  • #70

    Lotti-karotti (Donnerstag, 09 Juli 2020 20:32)

    Ich danke dir sehr für diesen Artikel. Auch ich fühle mich so. Seit Freitag weiß ich, dass ich schwanger bin und ich fühle mich falsch. Alles fühlt sich falsch an und irgendwie nicht richtig. Ich bin die meiste Zeit des Tages totunglücklich und habe schon jetzt das Gefühl, dass mir alles entgleitet. Die vielen Frauen, die sich so sehr freuen schwanger zu sein und überglücklich sind. Ich bin es oft nicht und gerade das macht mich noch trauriger. Ich habe schon jetzt das Gefühl, durch meine Gedanken, eine schlechte Mutter zu sein. Mein Partner ist wundervoll und freut sich riesig. Ich würde diese Freude so gerne mit ihm teilen, aber leider kann ich das nicht...

  • #69

    Amandra (Donnerstag, 09 Juli 2020 13:46)

    Vielen Dank für diesen Beitrag! Ich finde mich darin sehr gut wieder. Befinde mich in der 8. Woche meiner 2. Schwangerschaft und mir geht es seit (erst!) einer Woche gar nicht gut. Ich habe keine Lust auf gar nichts, mir ist dauernd übel, Essen macht keinen Spaß, nicht Essen verstärkt die Übelkeit, das falsche Essen (oder ans falsche Essen denken) ebenfalls und ich sehe aus, als hätte ich seit Tagen nicht geschlafen. Morgens geht es meist noch, spätestens um 10 kommt aber dann die erste Müdigkeitswelle und spätestens am frühen Nachmittag kann man mich in die Tonne kloppen. Ich frage mich, wie ich das noch 4 Wochen (oder sogar länger??) durchstehen soll. Wir wünschen uns so sehr ein 2. Kind, aber durch mein Befinden stelle ich gerade irgendwie alles infrage... und hab natürlich ein furchtbar schlechtes Gewissen dabei!

  • #68

    Zwilling (Sonntag, 05 Juli 2020 16:09)

    Hallo zusammen,
    Danke für die ganzen Beiträge bis jetzt. Ich fühle so mit. Bin in der 15 SSW angekommen und bin nervlich zur Zeit einfach nur noch am weinen und hab das Gefühl und die Gedanken, ob das alles Richtig ist. Immer diese Auf und Abs der Gefühle. Man muss dazu sagen, ich hatte PCO hab Medikamente genommen und zack dann hat es nach 2 Jahren geklappt. Ein schönes Wunder. Womit wir nicht gerechnet haben. Und eigentlich totales Wunschkind. Aber ich bin von der Schwangerschaft nur noch genervt. Ewiges Zwicken in den Leisten. STÄNDIG jede Stunde auf Toilette müssen. Egal ob Tags oder Nachts. Heisshunger. Attacken
    Angst vor den körperlichen Veränderungen. Das ewige Warten auf den nächsten Termin beim Gyn. Bin in Risikoschwangerschaft eingestuft , 35 Jahre, erstes Kind. Coronavirus Krise macht einen psychisch auch fertig. Ich muss nicht arbeiten habe ein Beschäftigungsverbot, aber fühle mich oft allein, da Freunde und mein Partner ja Vollzeit arbeiten. Zudem das Gefühl,wann spüre ich das Kind richtig, wann wird es mal richtig real. Momentan fühlt sich das alles so befremdlich an. Als ob ich nicht mehr in meinem Körper bin. Klingt komisch, aber dieses Gefühl ist mal mehr mal weniger da. Da denke ich zum Teil bin ich bekloppt. Die ersten drei Monate waren ganz schlimm, Geruchsempfindlichkeit total egal ob es das Deo vom Mann ist, oder Abflüsse von Dusche, Waschbecken, Katzenfutter etc.. ich fand alles ekelig. Ständige Müdigkeit auch jetzt noch oft. Momentan geht es, aber phasenweise habe ich das Gefühl, die Geruchsempfindlichkeit kommt wieder. Meine Hebamme die ich gefunden habe, und die ich zweimal gebeten habe, um ein Gespräch, meldet sich einfach nicht. Somit hat man auch das Gefühl ,dass da kein Vertrauensverhältnis da ist. Ich wünschte mir ich könnte die Schwangerschaft entspannter sehen. Aber es geht irgendwie nicht. Vielleicht bin ich zu verkopft. Danke zumindest das hier noch mehr Schwangere so ehrlich hier schreiben. Da fühlt man sich nicht so allein. Liebe Grüße

  • #67

    Maggie (Montag, 29 Juni 2020 11:51)

    Ein toller Artikel der mal die andere Seite der so "zauberhaften" Schwangerschaft beschreibt. Bin jetzt in der 28 Woche, 36 Jahre u. ist meine Erste. Zudem habe ich Zöliakie u. darf kein Gluten essen...Verstopfung vorprogrammiert. Da fällt man ja schon in die Kategorie Risiko. Der Anfang war für mich auch ein Dauerübelkeitszustand u.so vieles was vorher das Leckereste überhaupt war, durfte nicht mal Vorstellungsweise in meinen Kopf. Da habe ich doch sehr an der Natürlichkeit einer Schwangerschaft gezweifelt. Wenn ma ab statt zunimmt u. der Kühlschrank voll bleibt macht das kein gutes Gefühl. Meine Kollegin hatte 6 Monate diese Übelkeit u. ist trotzdem glückliche Mama. Pickel u. Ekzeme kommen und gehen wie sie wollen. Und Kleidung zu finden die nicht extrem teuer ist (weil man die nicht lange braucht), gut passt u. nicht immer die bequeme Lieblingsschlapperhose ist hat mich echt viele Nerven gekostet. Ich war ständig am googeln, lesen u. recherchieren wie und was tun. Was kommt wann in welcher Woche....Gott sei Dank habe ich ganz tolle Freundinnen mit sehr unterschiedlichen Schwangerschaftsverläufen die mich da sehr geerdet haben. Auch meine entspannte Gyn hat mir viele Ängste genommen. Unseren Zustand kann man nicht pauschalisieren. Es kommt immer anders. Seit dem ich aufhöre zu lesen u. ganz nach Gefühl zu gehen legt sich die Entspannung im Kopf auch auf den Körper. Ich tuhe einfach das was ich vorher in meinem normalen Tagesablauf getan habe. Ich habe vorher viel Sport gemacht(Joggen,Tennis,Rad,Schwimmen) u. sehr schnell gemerkt, das mein Körper das nicht schafft. Gut, dann halt nur flottes spazieren u.gemütliches schwimmen. Der Effekt ist der selbe. Das Herz schlägt bis zum Hals u. das japsen ist weithin hörbar. Da es mir danach gut geht mache ich es weiter. Espresso trinke ich auch wieder 1-2mal die Woche. Esse viel Käse, weil ich ihn liebe u.ich mega Appetit drauf habe. Oder ein Steak medium weil es einfach lecker ist. Alkohol u. co ist natürlich tabu. Die Empfehlungen für das Verhalten in der Schwangerschaft machen oft einen Spießrutenlauf mit sehr wenig Spaß daraus. Aber dieses permanente auserirdische Gefühl bekommt uns Mamas nicht und dem Baby schon gar nicht. Ihr solltet einfach ausprobieren was euch gut tut u. euch nicht zu sehr verbiegen. Sonst ist diese Zeit nur mit negativem Verbunden. Eine Freundin von mir ist Hebamme u. war z.B. bis vor der Geburt ständig in der Sauna...weil sie eh oft da war u. es ihr gut tat. Die Andere hat sogar Sushi gegessen, viel Cola getrunken u. jeglichen Käse verzehrt (egal wie verarbeitet) weil sie es liebte. Alle sind gesund und entspannte Erstlingsmamas. Das hat mir sehr gezeigt das das Bauchgefühl wichtiger ist als diese ganzen Verbote. Natürlich hat jeder sicher extra Faktoren die da noch mit rein spielen, ich will hier keinen zu Abenteuerlichen Sachen anregen. Ich bin selbst sehr überrascht was das alles mit dem Körper u. der Gefühlswelt anstellt aber weiß auch mittlerweile ganz gut die Signale vom Körper oder Baby zu deuten wenn es zu viel war. Wir sind gestern von einem Österreichurlaub wieder gekommen (ich war natürlich sehr skeptisch u. hatte keine Lust ständig aufs Klo zu müssen u.den Anderen ein Klotz am Bein zu sein...). Im Endeffekt bin ich froh, mutig dabeigewesen zu sein. Natürlich habe ich viel Freundschaft mit Bänken geschlossen , die man als guter Wanderer eher meidet ;). Aber ich hatte viel Spaß beim kürzer treten für das Baby u. trotzdem mal raus kommen. Mein Mann war später allein wandern u. ich mit Stieftochter gemütlich am Hotelpool. Abends haben wir uns alle glücklich wieder gesehen u. keiner musste auf etwas verzichten. Nebenbei erwähnt ist Österreich ein fantastisches Urlaubsziel für Schwangere...überall tolle, kostenlose Toiletten...da war ich positiv überrascht!
    Wenn ihr Freunde habt die euren Zustand nicht verstehen u. keinerlei Verständnis zeigen, sind es sehr schlechte Freunde auf die man eher verzichten sollte. Mein Mann musste auch erst lernen das ich tatsächlich um Hilfe bitte u. das kein Scherz ist und das man trotzdem keine Krankheit hat. Da müssen (bei Anfängern) beide erst hineinwachsen.
    Hautprobleme sind schwer zu ändern. Da ich kein Makeup benutze besonders ärgerlich, aber da es vom ärgern auch nicht weggeht akzeptiere ich es einfach. Wegen überdimensionaler Sommersprossen usw. nicht in die Sonne zu gehen müsst ihr entscheiden. Ich liebe Sonne u. den Garten u. das tut der Seele gut. Wenn sich beim buddeln Rückenschmerzen einstellen mache ich einfach Pause.
    Eigentlich wollte ich garnicht so viel schreiben, aber ich mache euch Mut zu Entspanntheit u. aufs Bauchgefühl hören. Hab noch einen guten Satz meiner Gyn: Das Baby macht sich schon Platz u. der Körper wird euch schon zeigen was er braucht u. wenn es zuviel war!

  • #66

    Marina (Samstag, 20 Juni 2020 20:59)

    Es ist zumindest beruhigend, dass es anderen auch so geht. Ich bin in der 22. Woche, zumindesr sind Übelkeit und Verdauungsprobleme vorbei. Aber: in Umstandsmode sehe ich unförmig und fett aus, mein Busen nimmt Dimensionen an, dass ich keine passenden BHs mehr finde, ich habe am GANZEN Körper Schwangerschaftsakne. Ich freue mich sehr auf das Baby, aber schwanger sein ist so naja. Außerdem bin ich mir noch immer nicht sicher, ob ich wirklich Kindsbewegungen oder doch nur Darmbewegungen spüre. Und machen darf man gefühlt auch gar nichts mehr. Gartenarbeit? Nicht so lange gebückt bleiben. Wände Streichen? Aber die Dämpfe sind schädlich. Einkaufen gehen? Aber nicht so schwer heben. Entspannen im Whirlpool? Aber die Bakterien, und außerdem kein zu heißes Wasser. Dann nur auf der Liege relaxen? Nein, direkte Sonne meiden. Es ist echt zum verzweifeln... Aber denkt dran: es geht wieder vorbei, durchhalten!

  • #65

    Andrea (Mittwoch, 17 Juni 2020 15:03)

    Das stimmt wirklich!
    Ich bin in der 10. SSW mit meinem dritten Kind und leide seit zweieinhalb Wochen an einer Depression. Das ist jeden Tag einfach nur die Hölle! Irgendwie schaffe ich es die Tage rumzukriegen, aber alles ist soooo anstrengend. Ich hoffe so sehr dass ich bald wieder normal leben kann!!!

  • #64

    Jill (Montag, 15 Juni 2020 19:04)

    Vielen Dank für deine offenen Worte. Du sprichst mir, die ich hier gerade mit starker Übelkeit weisend auf der Couch sitze aus der Seele. DANKE

  • #63

    Kugelfisch (Freitag, 12 Juni 2020 21:37)

    Danke für so viel Offenheit und ehrliche Worte.
    bei mir ist es gerade Woche 13 und ich leide, ich kann dieses ganzen geschönten Quatsch irgendwie nicht mehr ertsgen und fühle mich nachdem ich deine Geschichte gelesen hab verstanden und weniger allein.

  • #62

    Tanja (Freitag, 29 Mai 2020 12:51)

    Heute ist ein schlechter Tag.. also eigtl ist seit 6+2 bis auf 2 Tage, an denen ich tatsächlich halbwegs normal leben konnte jeder Tag ein schlechter Tag..!!
    Ich bin heute bei 10+1 angekommen und ich hasse diese ganzen bescheuerten Seite zum Thema "Was passiert in der 11.Woche?" Überall steht, juhuuu sie können sich freuen die Übelkeit etc lässt langsam nach. Ich habe vorhin direkt das dringende Bedürfnis gehabt das unbedingt meiner Toilettenschüssel erzählen zu müssen...!! Ich kann einfach nicht mehr. Ich bin das 3. Mal schwanger und mir war jedes Mal in den 1. drei Monaten schlecht, aber es hat NIE diese Dimensionen erreicht...!!! Bei meiner Tochter konnte ich lange nichts außer Laugenstangen und Apfel Essen.. alles andere war bäh, dauernd war mir übel, aber übergeben musste ich mich tatsächlich nur 1x nach dem Zähneputzen...
    Bei meinem Sohn war mir auch viel schlecht, ich habe dauerhaft Bonbons gelutscht das hat halbwegs geholfen... ich konnte trotzdem irgendwie und mit viel Anstrengung den Tag meistern.. übergeben musste ich mich einmal nach dem Essen..! Dieses Mal spielt sich das Thema Übelkeit in völlig anderen Dimensionen ab.. seit 6+2 bin ich komplett ans Bett gefesselt, in der 7. und 8. Woche war mir dazu noch dauernd schwindelig... es war furchtbar...!! Meine Tochter hat neulich total begeistert am Telefon der Oma erzählt "Mama hat heute mit uns am Tisch gegessen".. das sagt doch eigtl schon alles. In der 9. Woche hatte ich das Gefühl es pendelt sich wieder etwas mehr ein.. mir war immer noch dauerhaft schlecht, alle drei Tage stand es nicht nur Oberkante Unterlippe sondern kam auch raus..., aber ich konnte Mal eine Stunde im Wohnzimmer sitzen oder im Garten, ich hab es geschafft ein Buch vorzulesen oder mich mit meinem Mann zu unterhalten... aber seit Anfang der 10.ssw ist es einfach wieder nur grauenvoll... ich hasse den Moment, wenn die Nacht vorbei ist und der Tag anfängt und ich fiebere auf den Moment hin wo es Abend wird und ich weiß ich kann eine ganze Nacht im Dunkeln liegen und schlafen und muss ein paar Stunden nicht mitbekommen wie es mir geht und wie nutzlos ich eigtl gerade bin...!!
    Ich fühl mich meinem Mann gegenüber so schlecht, der durch Corona seinen Job verloren hat und eigtl dringend Bewerbungen schreiben müsste.. aber wie? Wie soll er überhaupt arbeiten gehen... ich hab ja nichtmal die Kraft am Tisch zu sitzen fürs Essen. Ich vermisse mein Kinder so sehr... und ich erwische mich so oft bei dem Gedanken, hätte ich gewusst wie schlimm es diesmal wird, hätte ich niemals diese Entscheidung getroffen. Das Schlimmste ich nicht zu wissen wie lange das noch so geht... zwei Wochen und dann ist es von heute auf Morgen wie durch Zauberhand weg?? Daran glaube ich gerade einfach nicht.. oder bis zur Geburt??? Also noch 7 Monate?? Wie soll das gehen? Wie soll mein Mann wieder arbeiten, wie sollen mein Kinder so lange ohne mich auskommen, wie soll das alles einfach klappen...! Ich war noch nie die strahlende, überglückliche Schwangere, die am Liebsten für immer Schwanger geblieben wäre... aber dieses Mal topt einfach alles..!! Ich kann mich ja nicht einmal daran orientieren, dass die letzten Schwangerschaften die Übelkeit nach 12-14 Wochen weg war, denn es war ja nie so schlimm.. bedeutet das jetzt ich muss bis zur Geburt damit "leben" oder eben auch nicht leben.. denn derzeit lebe ich ja eigtl nicht, ich existiere und hoffe es geht endlich vorbei.. aber das tut es einfach nicht. Es ist ja sogar nochmal schlimmer geworden und ich habe schon Nausema und Vomex vom Arzt verschrieben bekommen.
    Ich freu mich wirklich auf den kleinen Wurm und hoffe er bleibt schön bei mir und kommt gesund auf die Welt, aber gerade bin ich einfach nur tottraurig, dass es mir nicht vergönnt ist glücklich schwanger zu sein... dass ich nicht das Recht habe meine letzte Schwangerschaft zu genießen... und das ich nicht weiß wie lange dieser Horror noch geht...! Ich hoffe es ist in 3 Wochen schon anders und diese Phase ist einfach nur eine böse Erinnerung... Ich hoffe ich muss nicht bis zur Entbindung spucken und im Bett liegen ohne Kraft für irgendwas... aber ich weiß es nicht und dass diese Möglichkeit auch existiert macht mich einfach nur fertig...!!!

  • #61

    anita (Dienstag, 26 Mai 2020 17:46)

    Ich möchte die Welt über Doktor Mutaba, den großen Zauberwirker, informieren, der meinen Mann zu mir zurückgebracht hat, als ich dachte, alle Hoffnung sei verloren. Doktor Mutaba benutzte seinen mächtigen Zauber, um ein Lächeln auf mein Gesicht zu zaubern, indem er meinen Mann mit seinem Zauber zurückbrachte. Zuerst dachte ich, ich träume, als mein Mann auf seinen Knien zu mir zurückkam und mich bat, ihm zu vergeben und ihn wieder und sogar anzunehmen seitdem liebt er mich mehr als ich jemals erwartet hatte, also habe ich mir selbst geschworen, dass ich die Welt über Doktor Mutaba informieren werde, weil er ein Gott auf Erden ist. Haben Sie Probleme in Ihrer Beziehung, hat sich Ihr Partner von Ihnen getrennt und Sie lieben ihn immer noch und wollen ihn zurück? Haben Sie Probleme mit Ihrer Finanzierung oder brauchen Sie Hilfe jeglicher Art? Wenden Sie sich noch heute an Doktor Mutaba, damit ich Ihnen 100% ige Garantie dafür gebe Er wird dir genauso helfen, wie er mir geholfen hat. Die E-Mail von Doktor Mutaba lautet greatmutaba@yahoo.com

  • #60

    Tam (Samstag, 23 Mai 2020 23:15)

    Hallo zusammen,

    Bin ich froh dass ich diesen Beitrag gefunden habe. Ich bin in der SSW 12 und habe gerade meinen gefühlt 1.000sten Nervenzusammenbruch hinter mich gebracht. Ich bin 24 Jahre alt, meinen Freunden erklären dass mir spazieren gehen zu anstrengend ist? Nach einer Stunde beim ‚Shopping‘ sagen dass mir die Füße weh tun und ich mich jetzt erstmal zuhause ausruhen muss? Ganz abgesehen davon wie schwer es mir überhaupt fällt morgens bzw. Mittags/Nachmittags das Haus zu verlassen. Heute musste ich mich übergeben weil mir jemand mit zu stärken Parfum entgegen kam, wenn ich in der Stadt etwas esse (was ich jetzt nicht mehr tue) muss ich 10 Minuten später beten dass ein Klo in der Nähe ist, weil ich so Durchfall bekomme dass mir der ganze Körper weh tut und es am Ende und oben gleichzeitig rauskommt - ich weiß das hört sich eklig an, es ist schrecklich! Tag für Tag passiert mir das momentan, meistens weine ich dabei weil es solche Schmerzen sind. Mit dem Baby ist alles in Ordnung, Gott sei Dank. Aber ich drehe langsam durch, ich muss meine Wohnung aussortieren und Platz schaffen, dabei schaffe ich es nicht mal sie sauber zu halten und mein Geschirr zu spülen, ich kann einfach nicht so ‚lange‘ zu stehen geht im Moment einfach nicht. Wenn ich dann alleine auf der Couch liege weil mein Freund noch nicht bei mir wohnt überkommt mich dann die Einsamkeit und ich hasse mich dafür dass ich die wenige Zeit die ich wirklich noch für mich alleine habe bis das Baby kommt nicht genießen kann. Ich bete dass das bald aufhört, ich kann nicht mehr

  • #59

    Claudia (Samstag, 23 Mai 2020 18:07)

    Danke für diesen tollen Beitrag. Ich dachte schon ich bin nicht normal. Bin jetzt in der 8 SSW und seit 2 Wochen auf dem absoluten Tiefpunkt in meinem Leben. Ich weiß nicht mehr weiter, ich bin den ganzen Tag still, weil mich sogar reden anstrengt, ich schaffe zu Hause nichts, ich habe keine Freude! Ich fühle mich als hätte ich Depressionen. Wo sind die Hormonschwankungen von denen alle sprechen? Bei mir gibt es keine Schwankungen. Ich freue mich einfach gar nicht. Ich bin so fertig. Wenn ich weine dann schluchzte ich aus tiefstem Herzen als sei jemand gestorben. Ich kann meinen Freund nicht mehr riechen, dann diese Übelkeit von morgens bis Abends!! Bin ganz ehrlich...habe auch schon über Abbruch nachgedacht, weil ich mich einfach will dass es aufhört. Sich fremd im eigenen Körper fühlen. Ich kann nichtmal meinem Freund erklären was mit mir los ist. Andere glückliche schwangere auf insta kann ich gar nicht sehen. Ich hoffe es geht auch irgendwann wieder bergauf. Ich wünsche mir mehr solcher Beiträge! Danke dafür und ich wünsche allen es so gut ws geht durchzustehen. Fühlt euch gedrückt!

  • #58

    Sarina (Sonntag, 17 Mai 2020 01:12)

    Hallo =)

    Einfach nur Danke! Habe das Gefühl, Feminismus hört bei der Schwangerschaft auf. Wir sollen doch bitte alle strahlen, uns freuen, gut aussehen,... und am besten noch alles auf Insta posten. *kotz* Erkenne mich in fast allem wieder. Liege fast nur im Bett, sobald ich aufstehe, noch mehr Übelkeit. Gerüche... kann ich viele gar nicht ertragen: Seifen, Duschgele, Shampoos, gewaschene Wäsche,... . Empfehle nebenbei parfümfreie Sachen. ;) Entweder ich habe Hunger und mir ist deshalb übel oder mir ist übel vom Essen oder oder. Wie ich es mache, ist es nix. Und Corona gibt mir den Rest, bzw. das, was es aus unserer Gesellschaft macht. Habe keine Angst, das zu bekommen, eher davor, noch verrückt zu werden. Meine Psyche leidet enorm und ich war schon kurz davor, mich für nen Abbruch zu entscheiden. Körperlich so kaputt plus meine Stimmung, dazu vermehrte Arztbesuche aus mehreren Gründen und risikoschwanger bin ich auch noch. Ja, ist nur ein Wort, dennoch nervt es mich und ist halt "da". Alles Gute Euch allen!!!