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Kein Wein, viel weinen: 5 Gründe, wieso eine Schwangerschaft manchmal echt nervt

Wenn ein neues Leben im Bauch einer Frau wächst, ist das immer wieder ein kleines Wunder. Kinder machen die Welt schöner, bunter, reicher. Als ich meine Schwangerschaft verkündete, strahlten alle, mir wurde gratuliert, ich wurde umarmt, ständig bekomme ich Herzen und Gifs von meinen Freundinnen geschickt. Alle lieben es, dass ich schwanger bin.

Schwangerschaft wird sofort mit tollen, runden Bäuchen, dem einzigartigen „Glow“ und viel Glück und Liebe in Verbindung gebracht. Doch ich möchte in diesem Text ehrlich zu euch sein und euch von den Schattenseiten erzählen, die ich in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft kennen gelernt habe.

In Büchern, im Netz und im Alltag erfährt man davon nämlich viel zu wenig. So entwickelt sich schnell ein schlechtes Gewissen, ein Ich-bin-falsch-Gefühl. Alle erwarten, dass eine Schwangere überglücklich ist, vielleicht etwas müde, und dann ist da diese Übelkeit morgens, hihihi. Dass es einem tagelang so beschissen geht, dass man die gesamte Schwangerschaft infrage stellt, dass man ständig heult und die Beziehung schon nach wenigen Wochen auf die Probe gestellt wird, dass diese „Morgenübelkeit“ den ganzen Tag anhält, davon erzählt einem keiner etwas. Aber der Reihe nach.

1. Die klassischen Wehwehchen

Mir war bis Woche 8 überhaupt nicht schlecht. Doch dann ging es los. Wenn ich zu wenig esse. Wenn ich zuviel esse. Wenn ich bestimmte Gerüche wahrnehme. Airwaves-Kaugummis beispielsweise bringen mit fast zum Würgen – obwohl ich vor der Schwangerschaft selbst ein Airwaves-Junkie war. Es ist echt beschissen. Ich habe mich bis heute noch nicht ein einziges Mal übergeben, laufe aber seit 5 Wochen rum, als wäre ich dauerverkatert. Nicht nur morgens, da ist es meistens sogar besser. Meine „Morgenübelkeit“ verteilt sich auf den ganzen Tag. Es geht ja noch viel schlimmer, manche Frauen müssen sich den ganzen Tag über immer und immer und immer wieder übergeben. So oft, dass die Kilos nur so purzeln. Ich will gar nicht drüber nachdenken.

Dann diese Müdigkeit. Manchmal überkommt sie einen so irre plötzlich, dass man in der Bahn oder – schlimmer noch – im Auto kaum mehr die Augen offen halten kann.

2. Die nicht-so-klassischen Wehwehchen

Ich habe oft Zitter-Anfälle (im Winter schwanger werden ist gemein!), so heftig, dass meine Zähne klappern und sich mein ganzer Körper gar nicht mehr beruhigen kann.

Andere Frauen bekommen tolle Haut, ich bekomme im Gesicht und an den Oberarmen ziemlich viele Pickel. Im Gesicht sitzen natürlich auch die fiesen, dicken. Sogar ein kleines Exzem hat sich entwickelt. Für den „Glow“ ist höchstens die dicke Schicht Make-up auf meiner Haut zuständig.

3. Essen & Trinken

Die Einschränkungen in Sachen Essen und Trinken sind doch heftiger als erwartet. Ich gehe normalerweise gern und oft essen, das hat sich mit der Schwangerschaft geändert. Ist der Frischkäse pasteurisiert? Ist Alkohol im Dessert? Ist das Fleisch ganz durch? Ist der Ziegenkäse auf dem Flammkuchen auch mitgebacken? Ist der Salat wirklich gut gewaschen? Ist der Käse aus Rohmilch hergestellt? Wurde mit dem Messer für das vegetarische Sushi auch der rohe Fisch geschnitten? Und für mich bitte nur eine Rhabarbersaftschorle dazu, danke. Cola light? Lieber nicht, Süßstoffe erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Frühgeburt. Und schwarzen Tee bitte nur maximal zwei bis drei Tassen pro Tag. Viele Chai-Tees erhalten übrigens auch schwarzen Tee. Die ganzen leckeren alkoholischen Getränke sind selbstverständlich auch gestrichen. Es. Nervt. So. Sehr. Wann darf ich endlich wieder essen und trinken, was ich will?

4. Die Heimlichtuerei

Ich muss Cortison nehmen. Ich versuche im Januar mal weniger zu trinken. Ich... äh... hab gestern so viel getrunken, dass ich heute noch nichts runterkriege. Oder: Ich hab’s am Magen und muss heute Abend leider zuhause bleiben. Diese ganzen Ausreden sind zwei Wochen lang witzig – danach beginnen sie einfach nur noch zu nerven. Ich habe meinen guten Freunden deshalb relativ früh von meiner Schwangerschaft erzählt, schon vor den berühmten 12 Wochen. Gewissen Kollegen und Bekannten allerdings wollten wir es eben doch erst nach der „Frist“ mitteilen. Und bis dahin heißt es: rausreden. Oder zu Hause hocken und mit seinem Schicksal hadern, während die anderen Wein trinken und sich ein schönes Leben machen. Ich habe es als riesige Erleichterung empfunden, endlich mit offenen Karten zu spielen.

5. Die Hormone

Ich sag es euch, Hormone sind die Pest. Ich breche ständig in Tränen aus. Raste wegen Lapalien aus. Stelle alles infrage. Und in den schlimmsten vier Tagen hatte ich wohl Anflüge einer Schwangerschaftsdepression. Die haben – wie ich dann gelesen habe – rund 10% aller Schwangeren. Das ist gar nicht mal so wenig. Und wirklich überhaupt nicht lustig. Die Freude aufs Kind ist weg. Ich wollte das alles nicht mehr. Den Bauch, der irgendwann kommt, die Einschränkungen, die Last, die Müdigkeit, die Arzttermine. Die körperlichen Veränderungen nerven nur noch, ich wollte mein altes Leben zurück. Reisen, trinken, Sport machen, Zweisamkeit genießen, auch mal verantwortungslos leben. Ich hatte das Gefühl, dass alles, was Freude macht, mit dieser Schwangerschaft beendet sei. Bei einer Freundin von mir, bei der die Phase nicht so schnell vorbei war, ging es so weit, dass es ihr zweitweise egal war, ob sie noch lebt oder nicht. Das sagt dir vorher niemand. Und doch hat wahrscheinlich jede werdende Mutter zumindest Tage, in denen sie so viele Sorgen und Unsicherheiten mit sich rumschleppt, dass sie sich einfach nicht mehr freuen kann. Das gehört scheinbar dazu. Können wir darüber bitte alle offener darüber reden?

Später werden Beschwerden wie Sodbrennen, schlechter Schlaf und Spannungsschmerzen dazukommen, habe ich gehört. Und dann die Geburt – dass da auch noch einiges schief gehen kann, blende ich bisher noch aus...

 

Wieso schreibe ich diesen Text? Nach „Regretting Motherhood“ nun „Regretting Pregnancy“? Im Gegenteil. Ich würde trotz allem wieder schwanger werden, wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte. Nach drei Monaten geht es auch deutlich aufwärts. Es geht mir nur darum, ehrlicher zu sein. Damit sich schwangere Frauen nicht schuldig fühlen, wenn sie ihre Schwangerschaft infrage stellen. Man ist plötzlich fremdbestimmt, schlapp, die Leistungsfähigkeit nimmt ab, viele Reisen sind nicht mehr möglich. Ein winziges Etwas, das am Anfang nicht mehr als ein Zellhaufen ist, übernimmt die Kontrolle über den Körper, die Psyche und das Leben. Das macht nicht immer Spaß. Das ist nicht immer das pure Glück. Manchmal stürzt es Frauen sogar in Depressionen. Darüber dürfen wir sprechen. Das gehört dazu. Lasst euch nicht unterkriegen, ihr (werdenden) Kugelbäuche. Wir kriegen das schon alle hin.

Kommentare: 119
  • #119

    A (Mittwoch, 26 Mai 2021 16:36)

    Hallo zusammen,
    Ich bin nun auch schwanger... Und wollte es immer sein. Tja...
    Vor einem halben Jahr habe ich mich getrennt von meinem Ehemann, toxische Beziehung. Dann ziemlich zügig eine neue Beziehung gestartet. Ich kenne meinen neuen Partner schon sehr lange und genauso lange lieben wir ins auch. Ich bin Ende 30. Von diesem Mann bin ich schwanger. Gewollt von beiden. Hat schnell geklappt.
    Jetzt bin ich in der 5ssw. Meine Tage sind geprägt von Weinen, Selbstzweifel, Sorgen wegen Finanzen.... Die letzten Monate sind auch turbulent gewesen.
    Mir ist konstant übel, ich will das alles nicht mehr. Alle Menschen um mich herum haben eine Vorstellung davon, wie ich als Schwangere und Mutter bin oder sein sollte. Ist das normal? Niemand fragt, wie es mir geht. Ständig wird vorweg gegriffen und werden Annahmen formuliert.
    Keine Entspannungsroutinen mehr, kein Glas Wein, etc.
    Schön und trotzdem schlimm, dass ich damit nicht alleine bin. Danke für den Text und die Kommentare.
    Nichtsdesto trotz, ich glaube, ich will nicht nochmal schwanger sein.

  • #118

    Verena (Mittwoch, 26 Mai 2021 07:17)

    Danke für deinen Beitrag, ich fühle mich tatsächlich gleich weniger schräg, wenn ich lese, dass andere auch so ihre Schwierigkeiten mit der erwarteten 24/7-Happiness haben. Mir geht mein Umfeld schon jetzt in der 9. Woche auf den Keks, leider ist mein Partner da auch keine Ausnahme ☹️ Der Trubel ist mir zuviel, es werden jetzt schon große Pläne gemacht, dabei ist die empfindliche Phase noch nicht Mal durch. Es waren auch Mal 2, jetzt ist es nur noch 1, deswegen kann ich die mangelnde Zurückhaltung nicht verstehen, sehe mich aber wegen meiner Zurückhaltung ständig dem Vorwurf der Gefühlskälte ausgesetzt. Ich hatte nur Mal angedeutet, dass es aufgrund fehlender Übelkeit ja vielleicht ein Junge wird, seitdem redet mein Partner nur noch von "ihm".
    Trotzdem fühle ich mich mies, weil ich ja scheinbar anderen ihre Freude nicht gönnen kann. Dass die 24/7-Happiness nicht die Regel ist, hat sich nicht nur nicht rumgesprochen, anscheinend ist es für so manchen ziemlich abwegig, dass man nicht die ganze Schwangerschaft über fröhlich über die Wiese hüpft und sich kaum einkriegt vor Freude. Gefühlt werden das noch lange Monate...

  • #117

    Jule (Dienstag, 25 Mai 2021 21:53)

    Boah!!! Danke, danke, danke für deinen Artikel! Du triffst den Nagel einfach auf den Kopf.
    Während der ganzen Schwangerschaft denke ich achon: wenn mich jemand auf diese ganzen "Nebenwirkungen" vorbereitet hätte, dann würde ich es vermutlich alles auch nicht so schlimm finden.
    Aber ich war und bin einfach nicht auf die Idee gekommen, täglich Schmerzen zu haben, sei es wegen der sich dehnenden Mutterbänder, der wachsenden Brust, dem Rücken oder jetzt den Wehen.
    Noch dazu sagt einem alle Welt, wie schön es doch ist, das Kind in sich zu spüren... Echt? Ich geb dir meins für 10 Minuten, dann reden wir nochmal. Ich liebe die kleine, aber jede ihrer Bewegungen bereitet mir Schmerzen und sie ist stark hyperaktiv und schläft sehr selten ruhig. Und ich fühle mich schlecht, dass ich max. 2 Minuten am Tag genießen kann schwanger zu sein. Weil das doch eine ach so schöne Zeit ist.
    Jetzt kam dann noch das I-Tüpfelchen der Muttermundverkürkzung und vorzeitigen schmerzenden Wehen dazu und wir sind erst in der 31. Woche.... D. H. mind 4 Wochen absolute Bettruhe oder die kleine kommt viel zu früh. Wenn sie denn überhaupt so lange aushält.

    Und ich bin mir sicher, dass mein Umgang mit dem allem ein ganz anderer wäre, wenn ich nicht eine wunderschöne rosa Wolken Zeit aus Plüsch erwartet hätte, weil jeder einem erzählt dass es so sei.

  • #116

    Anna (Donnerstag, 13 Mai 2021 23:16)

    Das hat doch etwas befreiendes wenn man die Gefühle und Empfindung auch von anderen hört. Ich bin 39 und mit meinem vierten Kind schwanger. Die ersten drei waren absolut geplant das vierte nicht. Am Anfang war es ein absoluter Schock und bis jetzt steckt er mir immer noch ein bisschen in den Knochen. Bin jetzt in der 10ssw und mir ist den ganzen Tag übel, bin müde bekomme nix mehr auf die Reihe. Ich hoffe es wird bald besser und ich kann die Entscheidung für das Kind bald in Freude und Glück umwandeln und die Sorgen und Ängste verschwinden. Ich denke an jede werdende Mama die ihre Schwangerschaft nicht so empfinden kann wie sie es sich vielleicht gewünscht oder vorgestellt hat .

  • #115

    Bibi (Montag, 10 Mai 2021 22:37)

    Der erste aufmunternde Artikel den ich über das Thema Schwangerschaft gelesen hab und die Kommentare sind auch beruhigend für mich weil ich mir denke „ok, bin doch nicht ganz gestört!“ in ganz schlimmen Phasen hab ich sogar nach abtreibungen in den niederlanden gegoogelt (weil schon 13. ssw) und meinen Freund aus der Wohnung geschmissen mit den Worten, ich zieh den Alien allein groß!
    Ich hoff wirklich das wird jetzt im 2. Drittel etwas besser! Sonst verzweifelt mein Umfeld noch komplett mit mir!
    Fühlt euch gedrückt, ich fühle absolut mit euch!

  • #114

    L. (Samstag, 08 Mai 2021 13:27)

    Danke, danke, danke für den Beitrag und auch für alle Kommentare. Ich bin jetzt selbst in der 28ssw und bin ständig schlecht gelaunt und fühle mich so unglaublich alleine (trotz Partner und großer Familie) die Pandemie macht mich echt fertig, ich habe das Gefühl alle bekommen langsam ihr altes Leben wieder und ich friste mein Dasein in unserer Wohnung. Jeden Tag das gleiche aufstehen, duschen, Haushalt und das Tag ein Tag aus. Ich funktioniere nur noch. Dazu kommt dann nocht die ständige Angst um mein Baby. Ich hatte am Anfang der Schwangerschaft die Diagnose Syphilis. Ich kann mir bis heute nicht erklären woher wir (mein Partner zwangsläufig auch) das haben aber ich kann auch nicht mehr ständig darüber nachdenken ich bin sonst immer angeekelt von mir selbst. Tja und trotz Behandlung (bereits in ssw 7) weiß ich nicht ob ich meinem Baby damit geschadet habe... Dadurch das ich mir so viele Vorwürfe mache bringt mich alles auf die Palme ein falsches Wort und ich geh an die Decke. Mir kann auch kein Arzt genau sagen was mit dem Baby passieren kann. Von es wird alles gut bis der Kleine kann jederzeit sterben ist alles dabei. Deshalb macht mich jeder Tag an dem der Kleine mal weniger aktiv ist sofort fertig. Ich klammere mich an alle positiven Berichte über Frauen mit der selben Geschichte aber davon findet sich kaum etwas. Darüberhinaus weiß ich auch nicht ob ich von der Diagnose zur Geburt etwas sagen soll oder nicht ich will nicht abgestempelt werden. Im Moment stagnieren meine Titterwerte was prinzipiell gut ist aber sie gehen auch nicht runter was schlecht ist.
    Täglich denke ich mir wenn ich jetzt sterben würde wäre es mir egal ich würde endlich aufhören nachzudenken.
    Meine Beziehung leidet auch ganz schön ich fühle mich nicht mehr geliebt und alleine gelassen mit allem was das Baby betrifft.
    Ich hab das Gefühl ich bin dazu verdammt die Schwangerschaft nicht genießen zu dürfen.
    Ich bin so froh das der Kleine sich derzeit gut entwickelt und hoffe das bleibt so.
    Es vergeht kaum ein Tag an dem ich mich nicht nach einer Zigarette und meinem alten sorglosen Leben sehne.
    Aber es bestärkt mich das ich mit meinen Gedanken nicht alleine bin und das es Frauen da draußen gibt die ähnlich fühlen.
    Liebe Grüße

  • #113

    Jenny (Donnerstag, 06 Mai 2021 21:07)

    Ron sehr guter und wahrer Text.
    Danke

  • #112

    Wiebke (Freitag, 30 April 2021 19:53)

    Vielen Dank für deine waren Worte ❤❤❤
    Ich bin jetzt in der 8SSW und pünktlich hat da meine Übelkeit ohne erbrechen angefangen.
    Ich habe jetzt seit 1 Woche ungefähr immer mal wieder Depressionen, alle freuen sich nur ich kann es nicht, obwohl ich alles getan habe damit unser Kinderwunsch in Erfüllung geht.
    Bei dem Wort "Bönchen" wird mir direkt schlecht, aber wie sagt man den Eltern u. Schwiegereltern das?
    Ich heule von jetzt auf gleich immermal wieder los. Mein Mann hat Verständnis und nimmt alles so hin egal wie ich drauf bin, auch wenn man sich selber nicht wieder erkennt und sich denkt WARUM????
    Und da das alles noch nicht genug ist ist da noch die scheiss PANDEMIE man ist als schwangere eh schon eingeschränkt, aber dann der scheiss noch, kein Wunder das man in eine Depression fällt.

    Ich hoffe das jeder für sich eine Strategie findet dort raus zu kommen und das die pure Freude ganz schnell wieder kommt ❤❤❤

  • #111

    Sophie (Freitag, 30 April 2021 18:51)

    Genau an dieser Stelle fehlt es, der Ehrlichkeit. Danke, du sprichst mir zu 100 % aus der Seele!
    Ich selbst bin auch in der 10 Ssw und kann nicht mal mehr meinen Freund riechen 24/7 zum kotzen und jeden Morgen das Gefühl ein LKW sei über mich gerollt und der Teufel höchst persönlich wächst in mir heran. Ich will das Kind, versteht mich nicht falsch, aber wie soll man an dieses Wunder glauben, etwas lieben wenn man an allem zweifelt. Emma beschreibt es auch so gut, ich danke euch allen, ich hoffe es wird bald besser. Auch Anna, Danke für deine Ehrlichkeit, ich bin ganz bei dir, wir haben das Glück hier unserer eigenen Entscheidungen zu treffen und keine sollte dafür verurteilt werden.

  • #110

    Lisa (Mittwoch, 28 April 2021 08:02)

    Danke dafür und auch für die Kommentare! Ich fühle mich jetzt viel besser!
    Bin in der 25. Ssw. Von der 12-17 Woche hatte ich mit Übelkeit und Erbrechen zu kämpfen. Ich kann mich auch gar nicht mehr richtig über das Kind freuen. Ich denke die ganze Zeit, das wird doch eh nix, da geht bestimmt noch was schief. Ich verhalte mich auch dementsprechend, esse ab und an Dinge die ich nicht sollte und rauche sogar hin und wieder eine.

  • #109

    Liz (Samstag, 24 April 2021 15:54)

    Toller Beitrag, dem kann ich nur zustimmen. Bin in der 12. Woche und hatte auch wochenlang ganztags Übelkeit ohne Erbrechen. Dazu kommt dass ich leider ein Berufsverbot habe. Ich darf nicht mehr reiten, nicht Motorrad fahren und die scheiß Pandemie macht alles auch nicht besser. Kein Job, keine Hobbies, fühle mich sehr nutzlos

  • #108

    Anna (Freitag, 23 April 2021 18:27)

    Vielen Dank,
    fühle mich verstanden und nicht allein. Meine erste Schwangerschaft war richtig schön, leicht und einfach. Bin jetzt 40. 9SSW. Stelle alles in Frage: Schwangerschaft, Liebe, die Beziehung. Ich war so glücklich noch vor einigen Wochen. Jetzt bin ich ständig müde, kann schlecht schlafen, kann mich nicht in der Nähe des Vaters des zukünftigen Babys befinden... Von vielen Gerüchen wird mir schlecht... Heiss... Unbequem... Warum nur haben wir uns dazu entschieden?!?!
    Ich hoffe es wird bald besser...

  • #107

    Susi (Montag, 15 März 2021 13:32)

    Toller Text danke

  • #106

    Steffi (Samstag, 13 März 2021 17:59)

    Wow, danke für den tollen Text und die ehrlichen Worte! Bin grad schwanger mit Kind nr. 2 und du sprichst mir aus der Seele. Bin nun in der 10. Woche und seit 4 Wochen ist mir einfach konstant schlecht. Ich kann eigentlich nur im Bett liegen und mein Kreislauf ist im Keller. Ich weiß natürlich dass es irgendwann vorbei geht aber grad ist es die Hölle!!

  • #105

    MM (Montag, 01 März 2021 18:07)

    Danke!Der Text und die Kommentare haben mir geholfen.

  • #104

    Chrissi Chiroptera (Dienstag, 02 Februar 2021 21:33)

    Danke für den Artikel und die Kommentare, da fühlt man sich gleich weniger allein. Ein absolutes Wunschkind im Bauch, nur dass sich dieser wie eine verdammte Baustelle anfühlt... Organe werden angebohrt oder verschoben, es zieht, es krampft. Heute den halben Tag geheult, mit zwei Tafeln Ritter Sport getröstet. Weintrinken geht nicht und Joggen auch nicht, weil ich nach zwei Sekunden keine Luft mehr kriege. Es ist Pandemie, es ist kalt, es ist beschissen. Schwanger sein ist verdammt noch mal nicht immer schön!

  • #103

    Corinna (Samstag, 30 Januar 2021 18:22)

    Danke für deinen ehrlichen, aufbauenden Text. Bin sehr dankbar!

  • #102

    Mimi (Montag, 18 Januar 2021 12:58)

    Vielen Dank für den aufbauenden Text.❤️Ich mache das ganze nun schon zum 8 x durch und freue mich sehr aufs Baby.Bin gerade kurz vor der 8 ssw und habe heute einen extremen mentalbrakedown stelle alles in Frage und bin nur am heulen.
    Ich weis es gehört dazu und warme kuschelsocken,Schokolade und Gummibärchen helfen mir heute durch den Tag.Aber zu hören das ich nicht mehr alleine bin mit diesen Gefühlen die einen wie eine Dampfwalze überrollen tut irgendwie so gut.�

    Ich weis alles wird wieder gut und an alle werdenden kugelbäuche da draußen...Ihr schafft das❣️

  • #101

    Eva (Samstag, 09 Januar 2021 16:30)

    Mega guter Text, danke dafür, mir geht es oft genau so und ich finde wahrscheinlich etlichen Mädels auch, nur es redet keiner drüber.....großer Fehler......ich würde mich freuen, wenn wir uns mal näher austauschen können.
    Gibt es eine Möglichkeit?!

  • #100

    Emma (Montag, 28 Dezember 2020 23:57)

    Meine Tochter ist nun fast 4 Monate alt und ich kann mir kein unkompliziertes, lieberes, glücklicheres Baby vorstellen. Ich liebe sie so sehr, dass ich kaum damit klar komme und zwar aus dem Grund weil ich jede Minute meiner Schwangerschaft so bitterlich gehasst habe und ich deshalb ein so furchtbar schlechtes Gewissen habe!! Es frisst mich auf! Mir ging es körperlich halbwegs ok, mit Übelkeit, Muskelkrämpfen, Verstopfung usw hat es mich ‚normal’ schlimm erwischt würde ich sagen. Ab der 18. Woche schon, hatte ich sehr starke Übungswehen, die mich fertig gemacht haben, teilweise tagelang fast durchgehend. Aber psychisch war das Ganze für mich kaum zu ertragen. Ich war so so so furchtbar wütend schwanger sein zu müssen. Mich hat eine richtige Schwangerschaftsdepresion überrollt und ich habe vieles falsch gemacht. Ich habe nicht auf alles verzichtet was für Schwangere tabu ist. Ich war so trotzig und stinksauer, ich konnte nicht klar denken und hab vieles nicht ernst genommen. Ich konnte mir nicht vorstellen dieses Kind richtig zu lieben und gleichzeitig irgendwie doch. Wahnsinn, in was für einem völligen Gefühlschaos ich mich befand, ganz ganz schlimm.
    Ich habe Wände gestrichen, Möbel lackiert und somit Dämpfe eingeatmet, ich habe Haare gefärbt (ab dem 6 Monat wieder), ich hab Kosmetik verwendet ohne die Inhaltsstoffe zu checken, ich habe in dem letzen 2 Monaten gelegentlich Nasenspray verwendet obwohl ich wusste, dass man es nicht sollte, ich habe über die Schwangerschaft verteilt ein paar mal ein kleines Glas Wein getrunken(in den ersten 5 Wochen waren es mehr), ich habe zu wenig und zu unausgewogen gegessen um ja nicht zu viel zu zu nehmen... ich habe mich verhalten als wäre ich völlig ignorant, unintelligent, asozial... und ich kann rückblickend nicht ansatzweise verstehen was mit mir los war.... denn so bin ich nicht.
    Seit dem Moment in dem mich meine kleine Tochter das erste mal mit ihren dunklen großen Augen ansah, kämpfe ich mit meinem Gewissen! Ein eiskaltes Stechen durchfuhr meinen Körper, als ich begrifft, dass ich ihr vielleicht geschadet haben könnte. Es klingt sehr dramatisch, aber ich kann mich ganz genau an das Gefühl erinnern. Mir war tagelang nach der Geburt schlecht vor Angst. Ich habe wochenlang kaum geschlafen und saß nachts wach neben ihr und hab ihr besorgt, weinend und voller Reue beim schlafen zugesehen. Ich bereue es so wahnsinnig dieses kleine wunderbare Wesen nicht mit Liebe in meinem Körper willkommen geheißen zu haben und auf mich und dadurch auf sie, nicht besser aufgepasst zu haben.
    Ich würde sofort die Schwangerschaft noch mal durch machen, wenn ich dadurch die Chance bekommen würde es besser zu machen, es perfekt zu machen für mein kleines Mädchen:(
    Sie hat ein ungewöhnliches Aussehen, sie wirkt munter und gesund, entwickelt sich normal, aber hat sehr seltsame Gesichtszüge (die bei keinen anderen Familienmitgliedern zu finden sind) aus diesem Grund vergeht kaum eine Minute in der ich mich nicht frage, ob ich dafür verantwortlich bin. Ich kann diese besondere schöne Zeit gar nicht wirklich genießen, da ich nur noch besorgt bin. Ich weiß gar nicht wie ich die nächsten Monate und Jahre klar kommen soll (bis ich an ihrer Entwicklung endlich erkennen kann, dass alles in Ordnung ist).
    Es hat mir etwas Trost gegeben zu lesen, dass andere es auch sehr schwer hatten in ihren Schwangerschaften, vielleicht schafft es die eine oder andere von euch, sich ein kleines bisschen positiver zu stimmen, nach dem ihr meine Geschichte lest.

  • #99

    G if gvjk (Montag, 14 Dezember 2020 03:48)

    Vielen Dank, Priester Mutaba. Ich hätte nie gedacht, dass irgendetwas meinen Mann dazu bringen könnte, wieder zu mir als seine Frau zurückzukehren, nachdem er sich von mir getrennt und sich mit einer anderen Frau niedergelassen hatte, die nie wusste, wie wir beide gelitten haben und Gefühle miteinander teilen. Gott sei Dank hatte ich heute Glück Um diesen großartigen Zauberwirker auf einer Website zu sehen, nachdem er viele Zeugnisse und gute Arbeit gesehen hat, die er im Leben von Menschen geleistet hat, die ihnen geholfen haben, ihre Ex-Ehemänner und Ehefrauen dazu zu bringen, ihre Beziehung zu erneuern, war ich überzeugt und habe ihn kontaktiert und dies in nur 7 Tagen Nachdem der Zauber Kaste war, suchte mein geliebter Mann mich und jetzt sind wir wieder zusammen und er kümmert sich um mich und die kleinen Kinder als seine Verantwortung und Familie. Nochmals vielen Dank, wenn Sie seine Hilfe wünschen, senden Sie eine E-Mail an: Jacobman41 @ Outlook .com

  • #98

    Anna (Mittwoch, 09 Dezember 2020 21:39)

    P.S.: Noch was Gutes gefunden:
    http://abtreibungs-mythen.info/

  • #97

    Anna (Mittwoch, 09 Dezember 2020 21:24)

    Hallo
    Danke für den Text. Vielleicht liegt es daran, dass ich eine schlechte Sucherin bin im Netz aber ich finde wenig zu dem Thema unglücklich schwanger.
    Das, was es gibt geht viel in die Richtung - ich bin schwanger und unglücklich aber ich werde das Kind sicher lieben. Ich war zweimal sehr sehr glücklich schwanger und nun sind meine ersten Kinder schon raus aus der Grundschule. Jetzt bin ich das dritte Mal sehr sehr unglücklich schwanger. Ich konnte mit dem Thema irgendwie nicht abschließen und dachte es mir schön, mit meinem neuen Partner noch ein Kind zu bekommen. Aber jedes mal hat es mich umgehauen, so dass ich die Schwangerschaften abgebrochen habe. Auch dieses Mal bin ich wieder erschlagen von Angst, Wut, Ohnmacht und Panik. So ist das. Sicher werden viele Menschen jetzt reflexhaft giften, dass ich dann ja besser hätte verhüten können oder oder oder... Um mir viel Geschreibe zu sparen : Ja! Ihr habt alle recht. Immer.
    Ich liebe meine Kinder, ich liebe aber auch mich und mein Leben und wenn ich jetzt mit 40 und wenig Geld und wenig Sicherheit und zu kleiner Wohnung in einer zu teuren Stadt mit einem zu mürben Körper ein weiteres Kind bekomme, macht mich das leider fertig statt glücklich. Ich liebe Babys, aber ich will kein eigenes mehr. Ich will die Erschöpfung nicht mehr, ich will den Freiheitsentzug nicht mehr, ich will nicht mehr, dass mein Körper mir jahrelang entgleitet, ich will den Kampf mit dem Partner um die letzten Ressourcen nicht mehr und ich will meine Ruhe mit meinen beiden Schätzen, für die ich hart gekämpft habe. Ich weiß nicht mal, ob ich meinen Partner in zwei Jahren noch will. Ich will meine Ruhe und kein schlechtes Gewissen von der Muttifront. Ich will meinen Frieden mit mir machen und keine Propaganda von schwerwiegenden Folgen einer Abtreibung lesen - ich sage es aus eigener Erfahrung - das ist Einstellungssache. So wie das Verhältnis zur Schwangerschaft auch. Sicher könnte man aus mir mit viel Geduld und Geschick noch eine passable Drittmutter kneten, aber ich will es einfach nicht. Ich will kein Geschöpf aus Märtyrertum und transformiertem Schuldgefühl sein. Ich lasse es einfach bleiben. Ich möchte mit diesen klaren Worten Mut machen. Jede Entscheidung ist respektabel. Ich schreibe gerne an anderer Stelle über das Glück im Unglück abgetrieben zu haben, falls Interesse daran besteht. Ich finde wie gesagt kaum Blogs o.ä. wo Frauen von Mitstreiterinnen begleitet werden, die sich für eine Abtreibung entschieden haben. Hier muss keine eine Schwangerschaft austragen, die sie unglücklich macht. Und wenn es doch passiert, kann ein Kind auch zur Adoption freigegeben werden. Ja, auch das ist möglich. Liebe Grüße.

  • #96

    Tina (Montag, 07 Dezember 2020 17:39)

    Ich kann mich dir und allen Mädels nur anschließen.
    Bei mir ist es die zweite Schwangerschaft und im Vergleich zu meiner ersten ist das hier kein Zuckerschlecken.
    Mein großer ist gerade mal ein jahr und bei ihm lief alles spitze. Ich hatte nur immer hunger.
    Jetzt geht es mir gebau so wie beschrieben, ich stehe sogar nachts auf, um mir irgendetwas in die Figur zu schieben, Hauptsache dieses wiederliche schlecht Gefühl geht weg und ich kann wieder schlafen.
    Mal ne Minute ausruhen geht dann auch nicht, weil der große(kleine) dauernd was will und ich werd dann schon echt knatschig, was mir au super leid tut, aber ich kann manchmal net anders, vorallem wenn er beschließt keinen mittagsschlaf zu machen.
    Da würde man sich am liebsten erhängen.
    Ich hoffe nur, dass es ab der 12 woche besser wird, das wünsche ich au allen anderen hier.
    Gerade ssw8, Übel gefühlt seit Eisprung.

    Viel Glück und Kraft allen Mamis da draußen und bleibt gesund
    Tina

  • #95

    Nicole (Dienstag, 24 November 2020 19:29)

    Ich bin so froh diesen Beitrag gelesen zu haben. Ich bin ein psychisches wrack und befinde mich noch ganz am Anfang der Schwangerschaft. Es tut so gut zu wissen, dass ich nicht alleine bin. Vielen Dank dafür.
    Es ist wirklich schön zu wissen das es viele Frauen gibt denen es auch so geht, dass sie nur weinen und nicht schlafen können und denen ständig übel ist und das auch die Ängste nicht nur bei mir so stark ausgeprägt sind
    Danke auch für jeden einzelnen Kommentar hier

  • #94

    Maike (Donnerstag, 19 November 2020 16:35)

    DANKE
    Es hat so gut getan Artikel und Kommentare zu lesen, in der „wirklichen“ Welt fühle ich mich doch sehr alleine mit meinen schlechten Gefühlen (milde ausgedrückt) zur Schwangerschaft. Denn diese ist doch so magisch und ein Wunder, man sollte sie doch bitte genießen.

  • #93

    Peggy (Sonntag, 15 November 2020 11:54)

    Hallo zusammen,

    Ich befinde noch ganz am Anfang und bereits jetzt durchlebe ich die reinste emotionale Achterbahn. Diese ständigen ups and downs, das beginnende Sodbrennen, der Kreislauf etc. sind aktuell eine Wahnsinns Herausforderung. Mein Freund tut mir da schon sehr leid. Aber schließlich hat er ja auch seinen klitzekleinen Beitrag geleistet.
    Mit den körperlichen Veränderungen klar zu kommen ist das eine, aber die Psyche ist tatsächlich noch herausfordernder. Deswegen danke für den Beitrag. Dann hoffen wir für uns alle natürlich das Beste!!!

  • #92

    Marina (Samstag, 14 November 2020 23:46)

    Endlich mal jemand, der offen ist. Ich wusste, ich bin nicht alleine. Werde permanent wie ein Alien angestarrt, wenn ich von den Scheiß - Seiten der Schwangerschaft erzähle.
    Ab Woche 14 ging es bergauf, leider geht es aber ab Woche 36 wieder bergab. Hormone olé und ne Schwangerschaftsdiabetes ist zu den walähnlichen Ausmaßen und dieser unendlichen Abgrschlafebh der reinste Overkill. Trotz allem würde ich mich immer wieder für mein Mädchen und diese spannende Reise entscheiden.
    Alles Gute ihr Mamis da draußen!

  • #91

    Lola (Freitag, 13 November 2020 11:20)

    Ich danke für diesen tollen Beitrag! Und den ganzen tollen tapferen Frauen denen es genauso geht wie mir ... ich habe nun wieder ein wenig Hoffnung geschöpft und fühle mich nicht mehr so alleine. Danke ,danke ,danke liebe Grüße

  • #90

    Hardy (Montag, 09 November 2020 09:03)

    Du sprichst mir aus der Seele. Toll, dass es Mädels gibt, wie dich, die laut aussprechen, was man tief im Inneren fühlt. Es ist eine tolle, lebensverändernde Zeit, aber lange nicht rosarot.

  • #89

    Inga (Samstag, 07 November 2020 13:58)

    Danke auch von mir.
    Ich bin 40. geworden und habe nach einem neuen Auto, nach einem Haus gesucht und wollte mich beruflich verändern.
    Dann kam vor Wochen die Nachricht, dass ich in der 7. SSW bin...ich habe zwei Tage geweint. Ich weiß nicht ob der Mann überhaupt derjenige ist, mit dem ich diese Verantwortung übernehmen kann/will.
    Mir ist schlecht, ich übergebe mich ständig und habe keine Ahnung wie ich das alles werden soll.

  • #88

    Chrissy (Montag, 02 November 2020 20:44)

    Danke, danke, danke!
    Sitze hier total verheult und habe deswegen wieder einmal das gefühlt schlechteste Gewissen aller Zeiten...
    Bin in der 8. Ssw und vollkommen überfordert. Die Hebammensuche hat mich gerade wieder in einen hilflosen Heulkrampf inklusive eines bunten Potpurris aus Selbstzweifeln, Ängsten und Selbstvorwürfen gestürzt.
    Erst dieser Artikel und die vielen Kommentare haben mir wieder etwas Zuversicht gegeben. Es tut sehr gut zu wissen, dass ich mit alledem nicht alleine bin!

  • #87

    Angelsky (Montag, 02 November 2020 12:25)

    Hallo Vanessa,
    Es geht mir genau so. Habe auch Ziehen im Unterbauch, vor allem wenn ich Mal "lange" durch die Stadt gegangen bin und am schlimmste ist es diese Angst, dass was mit dem Kind nicht stimmt. Genau das habe ich auch.

    Kleiner Tipp: Versuch Mal, die Internet Recherche einzuschränken und nicht düstere Themen diesbezüglich zu lesen. Mir hilft es zB Babykleidung mir im Internet anzugucken.

    Aber die Angst übermannt mich trotzdem auch.....zugegeben

  • #86

    Vanessa (Montag, 02 November 2020 00:35)

    Ich kann es so nachvollziehen - bin jetzt in der 8ssw - hab ständig ein leichtes Ziehen im Leib durch Blähungen und Verstopfung, muss weinen und hab zwischen drin immer tierische Angst das was mit dem Kind nicht stimmen könnte weil jedes zweite Wort bei Google Fehlgeburt ist � was mich dann persönlich nur zum weinen bringt

  • #85

    Angelsky (Samstag, 31 Oktober 2020 17:56)

    Es geht mir genau so. Bin ebenfalls in der 7 SSW. Die Freude ist aber weg, stattdessen Sorgen, schlechter Schlaf und der Verlust meines sorglosen Lebens ist weg.

    Ich fühle mit euch, wer noch?

  • #84

    A. (Dienstag, 13 Oktober 2020 15:15)

    Ich bin grad in der 7.Woche, seit 2Tagen rege mich ständig über Unsinn auf und heule grundlos. Bin froh zu wissen, dass das nicht nur mir so geht.

    Danke an alle für die ehrlichen Worte

  • #83

    K. (Mittwoch, 07 Oktober 2020 13:16)

    Danke, mehr als der Beitrag selber, bauen die Kommentare darunter auf.

    Bin aktuell an dem Punkt, wo ich nicht weiss, ob ich eine Depression entwickel oder ob es einfach nur die Hormone an sich sind.
    Alles und jeder bringt mich zum weinen und selbst wenn ich im Recht bin, habe ich so starke Schuldgefühle, dass mir die Tränen nur so runter laufen.
    Und das alles soll sich, laut Studien, auf das angeborene auswirken.

    -Super, ich bin schuld daran, dass aus unserem Sohn höchstwahrscheinlich ein dicker impotenter Raucher wird.
    Jeeeeep, genug Internet für heute. -

    Ich habe die SS fast ohne Symptome erlebt.
    Jetzt, Ende des sechsten Monats dreht sich alles, jede Kleinigkeit stresst mich und ich stelle alles in Frage.

    Und der Partner kann es einfach nicht nachvollziehen, was in einem vorgeht...
    "Ja, dann lass dich doch nicht so stressen" - Ach ja, daran hätte ich nicht gedacht. Danke für den Vorschlag �

    Es ist wirklich wirklich beruhigend zu wissen, dass man damit nicht alleine dasteht.
    Ich gehe dann mal googlen, was "Bindungsanalyse" ist. �‍♀️

  • #82

    Mareike (Dienstag, 29 September 2020 11:14)

    Ich sitze hier und habe Tränen in den Augen (bestimmt auch den Teufeln genannt Hormonen geschuldet) und fühle mich endlich mal verstanden. Ich bin mit meinem 2. Kind schwanger. Mein erstes Kind bzw die SS hat mich fast an den Rand der Verzweiflung gebracht, die ersten Wochen waren der Horror und zusätzlich zur chronischen Migräne kamen Kreislaufbeschwerden hinzu und es tat einfach alles weh. Bei meiner jetzigen SS ist mir übel und ich verbringe mehr Zeit in der Nähe der Toilette als alles andere. Ich habe wahnsinnigen Hunger und Durst, aber kaum sehe, rieche oder schmecke ich etwas, könnte ich mich sofort übergeben. Hinzu kommen auch hier Kreislaufbeschwerden und Migräne. Meine Brüste tun so unglaublich weh, dass ich heulen könnte, wenn meine Kleine aus Versehen dran stößt. Ich kann nicht mehr auf dem Bauch liegen, ich kann nicht mehr auf der Seite liegen. Sobald ich die Augen aufmache, ist mir schlecht und ich muss erstmal abwarten, wohin der Weg mich führt, meist zur Toilette.
    Viele vergessen, dass Schmerzen oder Unwohlsein einen Menschen zermürben können. Ich kriege die Krise, wenn ich daran denke, was noch alles auf mich wartet, wie lang die Reise noch ist und ich will mein altes Leben zurück! Ich will wieder am Leben teilnehmen und nicht zerschlagen und voller Schmerzen auf dem Sofa vegetieren.
    Bereue ich diese SS? Nein! Ich genieße sie einfach nicht, ich hasse sie, aber ich weiß, dass sich diese Reise dennoch lohnen wird am Ende. Und ich finde, dass sich Mutter Natur doch ein bisschen besser Gedanken hätte machen sollen und man sich nicht fühlt, als wäre man nur noch ein Wirt, sondern so wie es eben ist, dass man Leben schenkt.
    Ich liebe mein erstes Kind von ganzem Herzen und auch wenn ich mir wünsche, nicht mehr leiden zu müssen und nicht mehr schwanger zu sein, werde ich auch mein zweites von ganzem Herzen lieben. Aber dennoch werde ich nicht, nur weil es viele von mir erwarten, tanzend und lachend durch die Welt laufen, weil meine SS ja ach so schön ist ....

  • #81

    K. (Mittwoch, 09 September 2020 09:07)

    Vielen Dank dafür! Alles was du schreibst kann ich zu 100 Prozent nachvollziehen, denn genauso hab ich mich auch gefühlt!

  • #80

    C. (Samstag, 05 September 2020 12:16)

    DANKE für diesen Artikel.

  • #79

    Martina (Montag, 31 August 2020 16:33)

    Wow Danke! Plötzlich fühle ich mich nicht mehr als Versagerin und schlechte Mutter.

    Ich bin in der 31. SSW und die zunehmenden Einschränkungen frustrieren mich mehr und mehr. Ich suche seit 8 Monaten ein Anti-alkoholisches Getränk, das wie Gin Tonic schmeckt - egal was mir versprochen wurde, ich wurde immer enttäuscht. Mittlerweile weiß ich gar nicht mehr, wie Gin Tonic wirklich schmeckt.

    Das Doppelkinn, das mir im Spiegel entgegen springt, wird von Tag zu Tag größer. Und die Augenringe vom Schlafmangel machen mich um viele Jahre älter. Der „Glow“ in meinem Gesicht kommt definitiv vom vielen Make up!

    Zum Glück hab ich so einen großen Bauch, dass mir niemand in die Augen sieht sondern direkt auf den Bauch starrt und natürlich sofort hin greift und fragt: sind da Zwillinge drin?
    NEIN, ich trage keine Zwillinge aus, ich bin einfach nur so fett geworden! Sieht man doch am Doppelkinn ihr Realitätsverweigerer.

    Sex habe ich schon lange keinen mehr, wundert mich auch nicht. Ich habe 20 Kg zugenommen, schlafe schon um 18 Uhr am Sofa ein, heule wegen jeder Kleinigkeit und zicke herum wie eine pubertäre Prinzessin. Nun ja, vielleicht liegt es auch an meinen Elefantenfüßen die, dank des heißen Sommers, sehr viel Wasser speichern und meine Sandalen wie Tattoos aussehen lassen.

    Nun ja, jetzt rückt das Thema Geburt immer näher und Dank Corona werde ich das wohl ganz alleine mit Arzt und Hebamme durchstehen müssen. Mein Freund, den ich dann eigentlich während der Geburt anschreien möchte, wird wohl vor dem Krankenhaus warten müssen. Was allerdings das kleinste Übel ist. Plötzlich erzählt mir jeder nur noch Horrorgeschichten von Dammrissen bis zur Harnröhre und von diversen Geburtstraumata, die man aber heutzutage eh bei der Nachbetreuung gut aufarbeiten kann.

    Ach und: warst du schon bei der „Bindungsanalyse“? Diese Therapie muss man nämlich machen um den Schaden, den das Baby durch meine unfähige Schwangerschaft erleidet, noch vor der Geburt zu heilen �‍♀️

    Ich könnte da jetzt noch weiter schreiben, aber, wir wollen ja nicht übertrieben.

    Alles in Allem liebe ich aber meinen Körper dafür, dass er mir meinen Sohn schenkt und ich hoffe wirklich sehr, dass er mir auch ohne Therapie verzeihen wird, dass ich manchmal die Milch abpumpen und ihn mit Papa alleine lassen werde, damit ich wieder mit Freundinnen Gin Tonic trinken darf :)


  • #78

    Jasmin (Freitag, 21 August 2020 20:27)

    Unglaublich! Auf 100 Foren und Plattformen unterwegs. Aber das erste Mal etwas im Internet gefunden wo ich sage "Ja genau so geht es mir auch". Danke dafür! 15Woche und genervt weil ich gerne eine oder zwei Flaschen Wein mit meiner Freundin trinken will und ganz laut zu Nsync singen.

  • #77

    Mon (Montag, 17 August 2020 14:52)

    Danke für deine Worte!

  • #76

    Julia (Dienstag, 11 August 2020 13:22)

    Danke für die ehrlichen Worte in dem Artikel. In Zeiten von Instagram hat man oft das Gefühl, dass man immer eine perfekte Schwangerschaft vorweisen muss und man sich immer gefälligst zu freuen hat. Ich bin in der 7. Woche und habe seit paar Tagen Schuldgefühle ohne Ende, da mir die Schwangerschaft im Moment mehr Angst als Freude bereitet. Ich hoffe dieses Gefühl von Überforderung legt sich mit der Zeit wieder, weil dieses Baby genau das ist was ich möchte.

  • #75

    Johanna (Donnerstag, 06 August 2020 23:04)

    Ich danke dir von ganzem Herzen für deinen offenen Text! Als werdende Mama in der 11. SSW. erlebe ich vieles was du / ihr beschreibt genau so und fühle mit euch. Auch wenn ich mich sehr auf unsere entstehende Familie freue gehört die Traurigkeit und Umgewöhnung dazu, und das alles ohne ein Glas Wein in der Hand. Passt alle gut auf euch auf, wir packen das - und wir können stolz auf uns sein!

  • #74

    Julia (Dienstag, 28 Juli 2020 16:34)

    Hey :)

    Ich bin durch Zufall auf deinen Artikel gestoßen. Vielen Dank für deine offenen Worte. Ich erkenne mich darin zu 100% wieder. Ich bin in der 13. Woche schwanger mit einem Wunschkind. Die letzten Wochen glichen jedoch eher einem Albtraum.
    Von Müdigkeit, über schlimme Übelkeit, einer ständig drückenden Blase, Zittern und Stimmungsschwankungen bis hin zu einer daraus resultierenden Depression, habe ich bereits alles (und das parallel) durch. Ich hoffe, es wird bald besser - wie alle sagen. Denn eigentlich dachte ich immer, ich könnte nicht glücklicher sein, als, wenn ich einmal schwanger bin. Dass es derzeit nicht so ist, lässt in mir das Gefühl von Schuld entstehen und natürlich zweifle ich auch an mir. Das sollte aber keine Frau tun, denn wir alle sind wunderbar und unsere Körper sind wahre Meisterwerke. Was wir alles schaffen - wie zum Beispiel ein Fulltime Job trotz aller körperlichen Einschränkungen - soll uns erstmal einer nachmachen!

    Fühlt euch gedrückt.

    Herzlichste Grüße
    Julia

  • #73

    Mama C. (Dienstag, 21 Juli 2020 08:41)

    Bin sehr berührt von den Beiträgen und denke an meine drei Schwangerschaften. Mit 22, 24, 39 Jahren. Es war, krass, und ich war mit so vielen Dingen überfordert, hatte keinen Austausch wie einen Blog etc. Heute bin ich 56 und werde in zwei Monaten Oma. Meine Tochter stönt und schleppt ihren Bauch herum, ich sehe sie und kann natürlich nicht helfen. Außer ihr sagen: Ja. Es ist schwer. Und ihr Mut machen, dass sie es schaffen wird. Ich würde gerne allen Mut machen, die hier schreiben. Tauscht euch aus und macht euch aber auch Mut. Vieles, was hier berichtet wird, kann auch mit Entzug zu tun , emotionaler Entzug vom "früheren Leben" Ich nenne es jetzt mal pauschal die "Saufen, Kiffen-Feiern - Zeit" Es gibt immer zwei Seiten der Medaille. Schreibt ein Schwangerschaftstagebuch. "Good days. Bad days" Gönnt euch was Gutes, nehmt euch Zeit für Euch und heult . Und holt euch vor allem Hilfe, wenn ihr nicht aus dem Elend rauskommt. Wenn es euch viele Tage schlecht geht, aus dem "Blues" eine Depression wird, dann lasst euch beraten von einem erfahrenen, ganzheitlichen Menschen. Das können gute Freunde sein, eine erfahrene Hebamme, eine Psychotherapeutin, was auch immer. Ihr werdet es schaffen aber sorgt gut für euch. Liebe Grüße von Mama C.

  • #72

    Resi (Montag, 20 Juli 2020 11:04)

    Danke für den Artikel und die vielen Einträge! Bin in der 9. Woche und es geht mir seit zwei Wochen richtig mies... Übelkeit, traurig, völlig antriebslos und müde :( Ich hab mich total "falsch" gefühlt, dass ich es nicht toll finde schwanger zu sein, bis ich hier gelesen habe, dass es mehr Frauen so geht. Ich hoffe so sehr, dass es im 2. Trimester besser wird.

  • #71

    Gini (Samstag, 11 Juli 2020 14:30)

    Endlich kann ich mal meine Gedanken teilen.
    Mir geht es genau so , toller Beitrag.
    Bin in der 8SSW und mir geht es grässlich. Ich weiß nicht ob ich mich freuen oder heulen soll.
    Bin 28 Jahre alt. Sofort Beschäftigungsverbot bekommen zwecks Gefahr am Arbeitsplatz.
    Sofort aufgehört mit dem rauchen und trinken . Und ich habe gerne geraucht nebenbei mein Wein getrunken und erzählt. Jetzt nichts mehr . Außer zu Hause und kämpfen mit der elendigen Übelkeit die sich oft über den ganzen Tag ausdehnt. Außerdem hab ich drei Hunde und ein Pferd .
    Spazieren gehen , haha alle 10 Minuten Pause da ich schlecht Luft bekomme( warum auch immer).
    Im Moment würde ich am liebsten den ganzen Tag im Bett liegen.
    Ich hoffe irgendwann kommt noch das Gefühl der Freude.
    Aber im Moment hab ich einfach nur das Gefühl das alles Schöne im Leben und das was Spaß macht zu Ende ist .

  • #70

    Lotti-karotti (Donnerstag, 09 Juli 2020 20:32)

    Ich danke dir sehr für diesen Artikel. Auch ich fühle mich so. Seit Freitag weiß ich, dass ich schwanger bin und ich fühle mich falsch. Alles fühlt sich falsch an und irgendwie nicht richtig. Ich bin die meiste Zeit des Tages totunglücklich und habe schon jetzt das Gefühl, dass mir alles entgleitet. Die vielen Frauen, die sich so sehr freuen schwanger zu sein und überglücklich sind. Ich bin es oft nicht und gerade das macht mich noch trauriger. Ich habe schon jetzt das Gefühl, durch meine Gedanken, eine schlechte Mutter zu sein. Mein Partner ist wundervoll und freut sich riesig. Ich würde diese Freude so gerne mit ihm teilen, aber leider kann ich das nicht...