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10 Gedanken: Schwangerschaft plus Kleinkind

Hiermit ist es offiziell: Ich bin wieder schwanger! Abgesehen von einer dicken Erkältung geht es mir inzwischen wieder ganz gut. Das erste Trimester war allerdings der Horror. In meinem Artikel über die Schattenseiten der ersten 12 Wochen habe ich aus meiner ersten Schwangerschaft berichtet. Dieses Mal war der Start anders – aber ebenfalls beschissen. Viel stärkere Übelkeit, viel heftigere Müdigkeit, dafür weniger Sorgen, dass etwas schief geht und die Zeit ging  schneller rum. Man merkt schon jetzt: Das zweite Kind läuft eher so mit.

 

Wenn du vielleicht auch gerade mit deinem zweiten Kind schwanger bist, die zweite Schwangerschaft planst oder gerade hinter dir hast, kennst du die folgenden Gedanken vielleicht. Zumindest, wenn dein „großes“ Kind auch noch ein Kleinkind ist/war. Und hey: Nicht so ernst nehmen! Dieser Text soll Spaß machen. Lachen hilft, wenn sonst nichts mehr geht. Und ich weiß, dass man an diesem Nichts-Geht-Mehr-Punkt schneller landet, als man denkt…

1. Du fragst dich, wie das klappen soll

Wie bringt man zwei Kinder gleichzeitig ins Bett, wenn man mal abends alleine ist? Wie geht man mit Baby UND Kleinkind einkaufen? Was tut man, wenn das große Kind hinfällt und heult, während du gerade stillst? Wer wird zuerst gewickelt, wenn beide Windeln voll sind? Wie zur Hölle soll das alles organisatorisch funktionieren? Man ist doch schon in der Schwangerschaft an der Grenze der Belastbarkeit angekommen... HELP ME!

2. Du hast keine Ahnung, in welcher Schwangerschaftswoche du gerade bist

In deiner ersten Schwangerschaft wusstest du stets auf den Tag genau, wie weit du gerade bist. 16+4 zum Beispiel. Jetzt stehen ein paar Frauenarzt-Termine im Kalender, aber im Alltag ist deine Schwangerschaft viel weniger präsent als beim ersten Kind. Statt in Schwangerschafts-Apps zu lesen, suchst du neue Gummistiefel für das große Kind. Statt niedliche Babykleidung zu shoppen, bist du froh, dass auf dem Dachboden noch die alten Klamotten liegen. Ein To Do weniger.

3. Du betest, dass der Mittagsschlaf bleibt

Wenn dein Kind noch so klein ist wie meins, ist die Mittagszeit heilig. Normalerweise sind das deine effektivsten 1,5 Stunden des Tages. In der Schwangerschaft ist das deine einzige Chance auf eine Pause. Füße hoch. Augen zu. Duschen, mit Haarewaschen und Eincremen. In Ruhe aufs Klo gehen. Tee trinken. Alles, was man als Erstschwangere als selbstverständlich empfunden hat, ist nun der pure Luxus. Bitte, liebes Kind, höre auf keinen Fall damit auf, mittags zu schlafen.

4. Du lächelst nur müde, wenn jemand sagt: "Nicht mehr als fünf Kilo heben!"

Währenddessen hältst du dein 15-Kilo-Kleinkind auf der einen Hüfte und trägst mit der anderen Hand das Bobbycar. (Zumindest bis zum 3. Trimester.) Dabei verabschiedest du dich stumm von deinem Beckenboden. Ach, das waren noch Zeiten, als man einfach so Trampolin springen und niesen konnte.

5. Du lernst neue Formen der Müdigkeit kennen

Apropos müde lächeln: Du bist sehr, sehr müde. Gerade zu Beginn der Schwangerschaft. Im Zweifel schläft dein großes Kind auch immer dann schlecht, wenn du es wirklich gar nicht gebrauchen kannst. Die letzten Zähnchen, eine Erkältung, allgemeine Sehnsucht, ach, irgendwas fällt den Zwergen immer ein. Ich lag manchmal auf dem Sofa und konnte mich vor Erschöpfung ernsthaft nicht mehr bewegen. Und mir war so, so übel. Je müder ich war, desto schlimmer wurde die Übelkeit. Bah, war das fies. Ach, übrigens: Neulich bin ich auf dem Boden neben dem Kinderbett mit der Hand zwischen den Gitterstäben bei der Einschlafbegleitung eingeschlafen.

6. Du verfluchst die verdammten Kita-Viren

Die Höllenviren aus der Virenhölle hauen uns Eltern sowieso schon regelmäßig aus den Latschen. Jetzt erst recht, denn das Immunsystem schwächelt in der Schwangerschaft. Jeder Schnupfen, jede Bronchitis, jeder Magen-Darm-Infekt trifft auch dich.

7. Kein Rohmilchkäse? Kein Alkohol? Kein Sushi? Na und?

Das Leben mit Kleinkind ist schwangerschaftsfreundlich. Fischstäbchen, Nudeln mit Tomatensauce, Frikadellen, Kartoffel-Möhren-Püree, Reispfanne,  Kakao, Pommes, Cornflakes, Käsebrot, alles erlaubt. Und auswärts essen gehen ist auch seltener geworden. Die Einschränkungen fühlen sich deshalb bei Weitem nicht so krass an wie beim ersten Kind.

8. Du googelst "Sterilisation Frau" und "Sterilisation Mann"

Keine Erklärung nötig.

9. Du fragst dich, wieso du nach der ersten Schwangerschaft Bauchmuskeltraining gemacht hast

Man konnte doch tatsächlich kleine Erfolge spüren. Und jetzt? Jetzt springen die Muskeln fix wieder auseinander und denken sich: Ach geil, ich entspann mal wieder. Nach der Geburt wird alles wieder butterweich sein und dein Bauch wird sich wie Omas Vanillepudding anfühlen. Die ganze Quälerei – alles für die Katz.

10. Du weißt, was auf dich zukommt – und fragst dich, wieso du dir das nochmal freiwillig antust

Jaaa, irgendwann wird es besser. Irgendwann schlafen sie durch, kommunizieren, lachen über deine Scherze, können kurz abwarten und sich eine Weile selbst beschäftigen. Dein großes Kind macht dich so glücklich, dass du dieses Glück verdoppeln willst. Und sowieso ist es doch viel schöner mit Geschwisterkind. Doch bis dahin ist es ein langer Weg. Voller Abhängigkeit, Stillen, durchwachter Nächte, anstrengender Streitereien, völliger Überforderung. All das war schon mit einem Kind heftig. Wie soll es bloß mit zweien werden? Je näher die Geburt rückt, desto klarer wird dir, was ihr euch eingebrockt habt. Und es gibt kein Zurück... auf geht's, eine neue Runde auf der Achterbahn des Lebens!

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